| Reiseverlauf | |
| 01.06.2000 | Hamburg - Weil am Rhein – Basel |
| 02.06.2000 | Basel – Vals |
| 03.06.2000 | Vals – Ascona – Riomaggiore/Cinque Terre |
| 04.06.2000 | Cinque Terre: Riomaggiore – Manarola |
| 05.06.2000 | Portovenere |
| 06.06.2000 | Genua |
| 07.06.2000 | Parma |
| 08.06.2000 | Cinque Terre-Küstenwanderung: Riomaggiore – Manarola – Corniglia – Vernazza – Monterosso del Mare |
| 09.06.2000 | Portofino |
| 10.06.2000 | Ravenna |
| 11.06.2000 | Ravenna - Dozza – Bologna |
| 12.06.2000 | Bologna – Marareta – Modena – Maranello - Mantua |
| 13.06.2000 | Mantua – Piemont / Barolo |
| 14.06.2000 | Piemont – Rocca – Comer See / Bellagio |
| 15.06.2000 | Comer See - Bellagio – Tremezzo |
| 16.06.2000 | Comer See - Varenna – Bellagio |
| 17.06.2000 | Schaffhausen – Hamburg |
Das erste Ziel ist die Stadt Weil am Rhein ein – u.a. bekannt durch das hier ansässige
Vitra Design Museum. Den von dem Stararchitekten Frank 0. Gehry gestaltete Museumsbau
erreichen wir um die Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein. Zunächst steht die Besichtigung
auf dem Programm. Der Stühlehersteller Vitra hat neben dem ausgefallenen Museumsbau auch noch
weitere nennenswerte Gebäude in Auftrag gegeben.
Zum einen eine Feuerwache, die heute eine Stühleausstellung beherbergt. Bemerkenswert an dem
Gebäude ist insbesondere die Gestaltung der sehr spitz auslaufenden Fassade sowie die Kombination
aus Glas und Beton. Die israelische Architektin Zaha Hadid durfte hier erstmals einen ihrer
außergewöhnlichen Entwürfe in die Tat umsetzen.
In diesem Stadtkanton mit 200.000 Einwohnern wurde die erste Universität der Schweiz (1460)
gegründet. Besonders gefällt uns der zur Universität gehörende Botanische Garten. Die Stadt wird
durch den Rhein in zwei Teile geteilt. Rechtsrheinisch liegt das multikulturelle Kleinbasel.
Linksrheinisch: Großbasel mit Stadtzentrum und Altstadt.
Ein kleiner Stadtrundgang führt uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Das auffällige,
mit Gold verzierte Rathaus ist heute noch Regierungssitz. Wir besichtigen u.a. den Kreuzgang
des Münsters, das Blaue Haus und kommen am Spaltentor (Teil der früheren Stadtbefestigung)
vorbei.
Mangels eines ausführlichen Stadtplans finden wir das ebenfalls von Frank O. Gehry gestaltete
Vitra Center erst, als wir unseren Plan beinahe schon wieder aufgeben wollen. Das Gebäude lässt
den Architektenstil – diesmal sehr bunt – gut erkennen.
Der Ort selbst ist klein und unscheinbar. Unser Nachtquartier beziehen wir in einem kleinen Hotel und verbringen den Nachmittag und Abend in der Therme.
Schon von Außen sieht der Thermen-Bau, durch das verwendete Material -Quarzit, ein anthrazitfarbener
Naturstein- ungewöhnlich aus. Das Material wurde von dem schweizer Architekten Peter Zumthor
-der ebenfalls den Schweizer Pavillon auf der Expo in Hannover und das noch im Bau befindliche
Museum „Topographie des Terrors“ in Berlin zu seinen Projekten zählt- durchgängig verwendet.
Die Therme (Baukosten 26 Mio. sfr) hat einiges zu bieten. Ein großer Pool mit Außenbecken lädt
zum Schwimmen ein. Von der Außenterrasse blickt man auf die noch schneebedeckten Spitzen der
umliegenden Berge.
Einer der schönsten Küstenflecken Liguriens sind die unter dem Namen Cinque Terre bekannten fünf Fischerdörfer, die hoch auf den Klippen vor steilen Felswänden liegen. Das heute
unter dem Schutz der UNESCO stehende Weltkulturerbe war einst ein Piratennest und hat eine
1.000jährige Besiedlungsgeschichte.
In Riomaggiore haben wir für eine Woche ein kleines Appartment (
Ferienhäuser von Privat
04.06.2000 Cinque Terre: Riomaggiore - Manarola
Das Frühstück wollen wir natürlich wieder auf dem Balkon einnehmen. Leider wird über uns ein
Geländer Blau gestrichen was uns nach Drinnen vertreibt.
Heute erkunden wir erst einmal den Ort, der durch verwinkelte Gassen und viele (ungleichmäßige)
Treppenstufen gekennzeichnet ist. Ein Labyrinth aus schattigen Gassen, Torbögen, Treppen und
Balustraden. Auf den Bänken sitzen stoppelbärtige, alte Männer, die plaudernd vollkommen
unbeeindruckt Touristen beschauen.
Anschließend steht ein 15-minütiger Spaziergang über die Via dell’ Amore -Italiens
berühmtester Spazierweg- zum Nachbarort Manarola an. Die Via dell’ Amore wurde 1928 als
Zugang zu zwei Pulverdepots. Die für den Ausbau der Bahnstrecke benötigt wurden, in den Felsen
gesprengt. Bald darauf hatten die jungen Leute aus beiden Dörfern den Pfad mit seinen lauschigen
Winkeln für verschwiegene Stelldicheins entdeckt. Nach einem Erdrutsch vor ein paar Jahren wurde
sie neu befestigt. Am Hang entlang zieht ein breiter, bequemer Weg, streckenweise gepflastert,
überdacht und an den Wänden bepinselt mit bonbonfarbenen Porträts berühmter Liebespaare: eine
Freiluftgalerie mit dem Charme einer Bahnhofshalle. In den steilen Hangterrassen sind teilweise
Weinberge angelegt.
Heute steht eine Küstenwanderung nach Portovenere (ca. 13 km) auf unserem Programm. Der
Weg beginnt am Bahnhof, die Hauptstraße hoch bis zu den letzten Häusern des Ortes. Beim
Croce Bianca beginnt der eigentliche Wanderweg. Entlang des kleinen Wildbaches Maggiore führt
der Pfad zwischen Kulturen, Trockenmauern und Bauernhöfen stetig bergan. Plastikschläuche auf dem
Weg leiten Wasser zu den vereinzelten Bauernhäusern. Der Weg zur auf 340 m über dem Meeresspiegel
liegende Kirche Santurio di Montenero ist gleichzeitig ein Wallfahrtsweg. Auf dem Plateau hat
man eine herrliche Sicht runter auf Riomaggiore und auf den Küstenbogen der Cinque Terre.
Westlich reicht der Blick bis zur Westspitze der Steilküste hinter Monterosso (Punta Mesco) und
nach Osten sieht man die Felseninseln von Portovenere.
Der weitere Weg nach Portovenere beschert uns tolle
Panoramablicke und führt uns langsam wieder hinab. Der Pfad über die Felsenabstürze zwischen
Campiglia und Portovenere ist atemberaubend und sehr spektakulär. Grau, grün, schroff und steil
stürzen zerklüftete Felsen ab ins Meer. Das letzte Streckenstück besteht aus nicht enden
wollenden Treppenstufen. Nach dieser viereinhalb stündigen Wanderung – einem Überraschungs-Parcours
über zernarbtem Gestein und durch Pinienwälder erreichen wir unser Ziel.
Portovenere –Hafen der Venus- ist der südlichste Ort der Riviera de Levante und liegt auf einer
Halbinsel, die den Golf vom offenen Meer abschirmt. Der mittelalterliche Ort wird vom großen
Castello überragt; der Rest einer imposanten Befestigungsanlage zeugt davon, dass das
Hafenstädtchen einst wichtiger war als La Spezia. Die Chiesa San Pietro, eine gotische
“Streifenkirche” liegt traumhaft auf der äußersten Felspitze der Halbinsel. Der mittelalterlicher
Ortskern von Portovenere ist sehr finster und gekennzeichnet von engen Gassen.
Unser nächstes Ziel ist der Hafen. Im Porto Vecchio ist ein Nachbau der spanische
Galeone “Neptune”, mit der Kolumbus zur Entdeckung Amerikas aufgebrochen ist, zu
besichtigen. Bigo, der für die Expo errichtetet „Monster-Kran“ mit Festzelt und Panoranaglasaufzug
sticht ins Auge.
Eher zufällig kommen wir zum Palazzo Spinola an der Piazza Pellicceria I.
Der vollständig möblierte Palast der Familie Grimaldi vermittelt einen Eindruck vom prunkvollen,
adligen Lebensstil. Ob Salons mit Fresken und Gemälden, ein Hausaltar oder die Küche, alles ist
originalgetreu
ausgestattet. Von der Dachterrasse aus hat man einen schönen Blick über die Dächer von Genua.
Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen zu Romanego, der berühmtesten Konfiserie der
Schokoladenstadt zu gehen. Die Ladenausstattung ist aus dem 18. Jh. Frische Pralinen, kandierte
Veilchen, glasierte Kastanien, Karamelkonfekt – alles was der süße Gaumen begehrt.
Weiter geht es zur Piazza Duomo. Das romanisch-gotische Battisterio des
Architekten und Bildhauers Benedetto Antelami (Baubeginn 1196) ist beeindruckend. Aus Veroneser
Rosa Marmor erstrahlt der achteckige Bau. Die Symbolik des Grundrisses soll Erde und Himmel
vereinen (Erde: Quadrat, Himmel: Kreis). Die Taufkirche hat drei Portale, die für Dreifaltigkeit
stehen. Interessant ist der Bau ebenfalls von Innen. Die Kuppel erscheint sechszehnseckig und
wird von einem schönen Deckenfresko geschmückt. Auch einige sehr schöne Skulpturen und Reliefs
von Antelami sind zu bewundern.
Die Cinque Terre –dass sind fünf Dörfer an der ligurischen Küste südöstlich von Genua, mit den wohlklingenden Namen Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore- ist ein Wanderparadies.
Gerade mal neu Kilometer Bahnstrecke liegen zwischen dem ersten und dem letzten, zwölf Kilometer Fußweg oder fühnzehn Kilometer Küstenlinie.
Von dort aus führt fast auf Meereshöhe ein schöner Wanderweg (ca. 1 h) nach Corniglia - 100 Meter oder 377 Stufen hoch auf einem Fels gelegen. Nach dem wir den Bahnhof am Strand erreicht haben, führt das letzte Stück über serpentinenförmig angelegten Treppen den Felsen hinauf. Nach dieser anstrengenden Etappe entschädigt der Blick auf Corniglia, dem einzigen Cinque Terre-Ort, der nicht direkt am Meer liegt, für die Strapazen. Zunächst einmal genehmigen wir uns ein kühles Getränk mit Blick auf das Meer. Nachdem uns die Bedienung die Getränke serviert hat, wart sie nicht mehr gesehen. Als diese nach einigen ungeduldigen Minuten nicht zurückkehrt und wir leider kein Kleingeld haben, müssen wir -wohl oder übel- die Zeche zu prellen.
Vernazza, der kleinste (und hübscheste) Cinque Terre-Ort, liegt in einen engen zum Meer hinab führenden Tal. Vom wieder aufgebauten Festungsturm hat man einen schönen Blick auf den feinen Ort. Die Besichtigung (und den Eintritt) des Castello Doria sparen wir uns. Von dem schönen Ausblick angetan, entscheiden wir uns statt dessen für ein Mittagessen in der Trattoria La Torre, bevor wir den Ort erkunden.
Vernazza ist sehr reizvoll. Im kleinen Hafen kontrastieren bunte Sonnenschirmen und in Dreierreihen liegende Fischerboote sehr schön mit dem türkisen Wasser. Am winzigen Sandstrand, direkt vor der Piazza, plantschen nicht nur kleine Kinder im Wasser. Vier-, fünfmal am Tag schwappt die Fähre neue Touristenscharen in die engen Gassen. Auf der einladenden Hafen-Piazza spielt sich das Leben ab.
Verglichen mit den anderen Orten wirkt Monterosso al Mare, im breiten Bett eines Bergbachs angesiedelt, mit 1700 Einwohnern und zahlreichen Hotels schon beinahe mondän. Am relativ breiten Sandstrand räkeln sich bronze glänzende Ölgötzen und auf der Promenade tummeln sich schöne und reiche Italiener, gemischt von vielen Touristen.
Das zeitige Aufstehen wird leider durch einen nicht kommenden Zug wieder zunichte gemacht. Die Bigletteria macht auch erst um 9:30 h auf nach einem halbstündigen Warten entscheiden wir uns schließlich, mit dem Auto zu fahren. Der Reiseführer hat uns zwar vor Staus und dem ewigen Parkplatzmangel gewarnt, doch lange Wartezeiten zählen nicht zu unseren präferierten Tätigkeiten.
Über die Autobahn geht es bis Rapallo, dann weiter über St. Magaretha nach Portofino. Glücklicherweise bleiben uns Staus erspart und es gibt noch einen Stellplatz im Parkhaus (für nur 28.000 Lira ein wahres Schnäppchen!!!).

Zunächst gilt es, 250 Höhenmeter zu überwinden. Die 1,5 h Wanderung nach Portofino ist sehr empfehlenswert. Vom Höhenweg hat man tolle Panoramablicke auf die hier sehr grüne Küstenlandschaft, die mit dem blauen Meer kontrastiert.
Portofino ist ein Nobelbadeort der Cremè de la Cremè. Schöne (und teure) Villen und Sternehotels haben sich angesiedelt. Auch hier ist der Hafen von kleinen bunten Häusern umgeben. Allerdings liegen hier neben den bunten Fischerboote die teuren (und häufig bewachten) Yachten der „besseren Gesellschaft“.
Viel zu schnell ging die erste Urlaubswoche herum. Unser nächstes Ziel ist Ravenna – die Stadt der Mosaiken.
Zunächst sehen wir uns in Classe -5 km südlich von Ravenna- die Basilika Sant’ Apollinaire aus dem 6. Jh. an. Phantastische Mosaiken beeindrucken uns und stimmen uns auf Ravenna ein.
Einst lag Ravenna -genau wie Venedig- am Meer. Von der Lagunenstadt ist heute nichts mehr übrig. Das Meer zog sich zurück. Heute schafft ein 10 km langer Kanal die Verbindung. Die Stadt (137.000 Einwohner) birgt großartige Zeugnisse frühchristlicher Kultur, denn ab dem 5.Jh. war sie für 300 Jahre -aufgrund der Auflösung des römischen Imperiums- Zentrum der Macht.
Zeugnisse dieser Zeit sind sicherlich die herrlichen mittelalterliche Mosaiken des Baptisteriums (Battistero Neoniano), der Kirche San Vitale und des Mausoleums der Galla Placidia. Vor lauter Staunen vergessen wir doch glatt unser Stativ im Battistero. Als wir es bemerken hat dieses leider schon geschlossen.
In der Sorbetteria degli Escarchi vergessen wir bei einem göttlichen Eis unser Mißgeschick.
Nach einer kleinen Siesta suchen wir für das Abendessen eine typische italienische Trattoria auf und werden nicht enttäuscht. Die meisten Gäste sind Italiener.
Unser nächstes Ziel ist das kleine Bergdorf Dozza. Bereits seit 1965 werden hier die Wohnhäuser von Künstlern aus aller Welt bemalt. Ein lohnenswerter Abstecher.
Einen weiteren Halt machen wir in Rocca. In der Enoteca Regionale dell’ Emigliana Romagna werden wir inspiriert und decken uns mit Wein und Grappa für daheim ein.
Barolo ist ein kleines Dorf mit alten Häusern und engen Gassen. Die Ortschaft wird von dem Castello Falletti dominiert, das zu Beginn des 19. Jhs. umgebaut wurde. Nachdem wir ein Zimmer im einzigen Hotel des Dorfes (***Hotel Barolo, Via Lomondo, 2-12060 Barolo, www.hotelbarolo.it) bezogen haben, gehen wir zu Fuß zum Castello Falletti. In den mächtigen Gewölben des Kastells von Barolo lagern die wohl kostbarsten Weine des Piemont, denn neben dem Degustations- und Verkaufsraum ist dort auch ein Weinmuseum untergebracht. Die dort ausgestellten Tropfen umfassen die besten Jahrgänge und belegen die lange Geschichte erfolgreichen Weinbaus. Gleich nebenan kann man dann gegen einen geringen Obulus die aktuellen Weine probieren – was wir selbstverständlich machen.
Unsere letzten beiden Urlaubstage wollen wir am Comer See verbringen, einer der schönsten
Voralpenseen in der Lombardei. An dessen Ufern wetteifern herrliche Villen und Gärten zusammen
mit den Ortschafen. Die u.a. wegen dem schönen Dom berühmte Stadt Como wirkt auf uns aufgrund
ihrer Größe weniger anziehend. Als "Perle des Comer Sees" gilt der Ort Bellagio.
Er liegt an der äußersten Spitze einer Halbinsel, die den Comer See in seinem südlichen Bereich
in zwei Arme (Lago die Como und Lago die Lecco) einteilt. Stilvolle Hotels und mondäne Cafés
säumen die Uferpromenade. Zum mittelalterlich anmutenden Stadtbild gehören enge, verwinkelte
Gassen und Treppenaufgänge, die sich an den Monte Garnasca schmiegen. Da das Wochenende bevor
steht, merken wir schnell, dass der Ort auch bei Italienern sehr beliebt ist. Die Hotelsuche ist
nicht ganz einfach. Schließlich finden wir ein kleines Hotel etwas abseits vom Ort: Albergo Silvio (www.bellagiosilvio.com). Mit dieser Unterkunft sind wir sehr zufrieden. Das Zimmer hat einen kleinen Balkon, der einen herrlichen Blick auf See bietet und zu einem kleinen Picknick einlädt. Anschließend beenden wir den eindrucksvollen Tag mit einem kleinen Spaziergang durch den Bellagio.
Am gegenüber liegenden Ufer bei der Ortschaft Tremezzo leuchtet ein weißes Märchenschloss über den See. Es ist die Villa Carlotta, die der reiche Mailänder Bankier und lombardische Senatspräsident Marchese Giorgio Clerici 1747 erbauen ließ. Heute beherbergt die Anlage eine Kunstsammlung. Umgeben ist die Villa von einem Park, in dem im Frühling Hunderte von Azaleen und Rhododendren blühen.
Mit dem Tragflächenboot setzen wir über und besichtigen die Villa Charlotta mit dem dazugehörigen schön angelegten botanischen Garten.
Mit einem der ersten Boote setzen wir über nach Varenna. Der kleine Ort zählt zu Recht zu den schönsten Dörfern Italiens. Wie ein Adlernest klebt das 800-Seelen-Dorf am Steilufer. Manche der verschachtelten Häuser scheinen regelrecht in den Berghang eingewachsen zu sein.
Mit der Fähre geht es wieder zurück nach Bellagio. Direkt am Hafen liegt das Fünf-Sterne Grand Hotel.
Wir schlendern durch den Hotel-Garten (Giardino di Grand Hotel) und schauen uns die Gäste an.
Ein wahres Flitterwochen-Paradies wie uns scheint. Nachdem wir für unseren letzten Italien-Abend
einen Tisch in einem Restaurant an der Promenade reserviert haben, fahren wir mit dem Auto zum
Belvedere. Den besten Blick auf Como und den See hat man vom kleinen Ort Brunate. Weit unten
liegen die Kirchtürme der Stadt, vom gegenüber liegenden Ufer leuchten die herrschaftlichen
Villen, und aus der Ferne grüßen die schneebedeckten Gipfel der Alpen.
Heute geht es zurück in Richtung Heimat. Auf der Rückfahrt halten wir am Rheinfall in Schaffhausen.
Nachwort
In den zwei Wochen Italien sind wir (inkl. An- und Abreise) insgesamt 4.710 km gefahren. Zugegeben, man hätte einige Städte zielgerichteter Anfahren können. Wir haben uns hier nach unserer Stimmung und dem Wetter leiten lassen und einen wie wir finden schönen und runden Urlaub erlebt.
Wer nicht so gerne Auto fährt, kann insbesondere Cinque Terre auch prima mit der
Bahn
erreichen. In Cinque Terre ist kein Auto erforderlich und die Städte sind prima per Bahn oder Boot zu erreichen.
Sollte man im Anschluss noch eine Auto-Rundreise planen, empfehlen wir den
AutoZug
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Letzte Aktualisierung: Juni 2002 - © Anke Schlingemann und Detlef Hälker
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