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Die kanarischen Inseln

La Gomera / Teneriffa

Reiseeindrücke 23. Dezember 2007 – 6. Januar 2008

Allgemeines

Wer den langen, grauen deutschen Winter mit ein paar Sonnentage verkürzen möchte, ist auf den Kanaren richtig. Die Temperaturen liegen zu dieser Jahreszeit bei frühsommerlichen 15 bis 21 Grad Celsius. Allerdings kann es, besonders in Norden der Inseln, auch zu Niederschlägen kommen und es ist mitunter ziemlich windig. Doch gerade deshalb ändert sich das Wetter auch schnell wieder und die dunklen Wolken verziehen sich rasch. Insbesondere die höher gelegenen Regionen sind häufig in Passatwolken gehüllt.

Naturliebhabern die gerne wandern legen wir La Gomera besonders ans Herz. Die Insel (nur 18.000 Einwohner) ist weniger  touristisch frequentiert, sehr grün und bietet zahlreiche schöne Wanderwege.

Teneriffa (800.000 Einwohner) hingegen ist schon sehr touristisch. Insbesondere im Süden sind die Küstenlinien komplett mit Ferienanlagen bebaut. Mit dem Teide Nationalpark und Spaniens höchstem Berg hat Teneriffa aber auf jeden Fall auch etwas Besonderes zu bieten. Und wer wie wir nicht auf Massentourismus steht, findet weiter nördlich auch schöne Quartiere.

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Sonntag, 23.12.2007 Anreise Teneriffa – San Isidro

Während die meisten noch mit den letzten Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind, packen wir unsere Koffer und fahren zum Stuttgarter Flughafen. Anders als sonst sind wir viel zu früh beim Einchecken und müssen nicht einmal Schlange stehen – viele haben anscheinend den Vorabend Check-in genutzt.

Pünktlich geht es um 14:35 Uhr los und überpünktlich landen wir nach viereinhalb Stunden Flug auf dem Flughafen Reina Sofia auf Teneriffa. Beim Landeanflug können wir bereits einen Blick auf die schneebedeckte Teide-Spitze werfen, die aus den Wolken herauslugt.

Der erste Eindruck bestätigt die erwartete Kargheit der Insel. In der Dämmerung sehen wir nur graue und braune Felsformationen, aus denen ab und an etwas grün hervortritt. Riesige mit Planen überdachte Felder zeugen davon, wie dem trockenen Klima etwas abgerungen wird. Farbkleckse bieten dafür die bunten Häuser der Orte, die sich entlang der Küste ziehen.

Über das Internet haben wir bei Record Go einen günstigen Mietwagen gebucht. Die Übernahme klappt reibungslos, so dass wir schon um 18:30 Uhr Ortszeit (eine Stunde Zeitverschiebung) mit einem kleinen Hyundai auf Tour sind. Inzwischen ist es bereits dunkel.

Da wir mit Verspätungen und Wartezeiten gerechnet hatten, haben wir die erste Übernachtung auf Teneriffa vorgesehen – mit dem jetzigen Reiseverlauf hätten wir jedoch ohne weiteres die letzte Fähre um 20:30 Uhr nach La Gomera erreicht.

Nun fahren wir zu einem im Reiseführer erwähnten Hotel in dem kleinen Ort San Isidro, der nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt liegt. Das einfache, saubere ***Hotel Monica Sur liegt direkt im Zentrum des kleinen Ortes.

Hungrig machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Im Hotel-Restaurant wird live das Spiel Madrid gegen Barcelona übertragen, was einen entsprechenden Lärmpegel der mitfiebernden Zuschauer zur Folge hat. So drehen wir auf der Suche nach einem einfachen Restaurant eine Runde durch den Ort. Die Geschäfte haben noch geöffnet, aber die meisten Restaurants am heutigen Sonntag geschlossen. Mangels Alternativen besuchen wir ein mexikanisches Restaurant. Um satt zu werden reicht es. Von einer bunten, kitschigen und blinkenden Weihnachtsdeko bleiben wir auch hier nicht verschont. Viel mehr hat der kleine Ort nicht zu bieten, so dass wir den restlichen Abend lesend auf dem Hotelzimmer verbringen.

 

Montag, 24.12.2007 Teneriffa – Los Cristianos / La Gomera - Hermigua - Playa de Caleta

Nachdem wir das erwartungsgemäß einfache Frühstück eingenommen haben, steuern wir den nächsten größeren Supermarkt an. Hier decken wir uns vorsorglich mit Lebensmitteln ein. Wir wissen nicht, ob es auf La Gomera ähnlich große Supermärkte gibt und ob es uns gelingen würde, über die Feiertage Lebensmittel einzukaufen. Auf den appetitlich präsentierten Fisch und die Gambas verzichten wir mangels einer Kühlmöglichkeit bei den sommerlichen Temperaturen um rund 20 Grad Celsius lieber.

Mit einem voll gepackten Auto fahren wir nach Los Cristianos. Zunächst steuern wir den Fährhafen an und kaufen ein Ticket für die Fred Olsen Express-Fähre, die um 13:30 Uhr ablegt. Bis zur Abfahrt bleiben noch gute zwei Stunden Zeit.

Los Cristianos ist eine typische Touristen-Hochburg für Pauschalreisende mit dem entsprechenden Angebot an Shops und Gastronomie, die sich gleich an den kleinen Hafenstrand anschließen. Vom Fähranleger aus kann man gut sehen, wie die Hotels in Kaskaden am Hügel angelegt wurden und jeder bebaubare Quadratmeter gut und möglichst mit Meerblick genutzt wurde.

In einem Cafe sitzend beobachten wir das Treiben. Der Ort scheint stark von englischen Touristen frequentiert zu werden. Wir sind froh, hier wieder abreisen zu können.

 

La Gomera

Die Fährüberfahrt nach La Gomera dauert nur etwa 40 Minuten, ist mit 180,- EUR hin und zurück (20,- EUR Expresszuschlag pro Fahrt) auch nicht gerade ein Schnäppchen. Ohne Auto wäre es natürlich günstiger gewesen und eigentlich dürfen wir mit dem Mietwagen nicht nach Gomera übersetzen, da die Agentur dort keine Vertretung hat, aber für uns mit dem Gepäck und den Einkäufen ist es so wesentlich praktikabler, so dass wir das Risiko eingehen.

Schon beim ersten Anblick der zerklüfteten, grünen Insel kommt Vorfreude auf. Die zweitkleinste Insel des Kanaren-Archipels begeistert Naturliebhaber.

Vom Fähranleger in San Sebastian aus fahren wir in den Norden. Die Entfernungen auf  der fast kreisrunden Insel sind nicht groß, beträgt ihr Durchmesser doch keine 25 km, allerdings kommt man nicht schnell voran, da sich die Straßen in Serpentinen durch die gebirgige Landschaft schlängeln. Die bizarren, grünen Felsformationen rufen bei uns Erinnerungen an La Reunion oder an die schroffe Napali-Küste auf Kauai wach.

Über www.fincaferien.de haben wir eine Ferienwohnung in Hermigua gebucht. Angesichts eines etwas ungenau gezeichneten Plans haben wir zunächst etwas Mühe, den vereinbarten Treffpunkt zu finden. Dank Handy gelingt es uns schließlich, die Vermieterin auf dem Plaza St. Domingo zu treffen.

Bei der Unterkunft „El Convento“ ist der Name Programm. Es handelt sich tatsächlich um ein ehemaliges Kloster, das heute einerseits als Schule genutzt wird und anderseits in privater Hand ist und zu Ferienwohnungen umgebaut wurde. Über einen kleinen Kirchplatz direkt neben der noch genutzten Kirche befindet sich der Eingang unseres Feriendomizils. Hinter den dicken, kalten Gemäuer erwartet uns eine rustikale, zweckdienliche Ausstattung. Selbstverständlich gibt es Strom und warmes Wasser. Da bei unserer Ankunft alle Fenster und Türen geöffnet sind, herrscht extremer Durchzug – ein wohliger Empfang ist anders. Schnell finden wir heraus, dass die Kirchenglocke im Halbstundentakt die Zeit angibt – das kann ja heiter werden!

El Convento - Ehemaliges Kloster in Hermigua
„El Convento“ - Ehemaliges Kloster in Hermigua

Mit gemischten Gefühlen stellen wir zunächst den Durchzug ab und packen dann die Koffer aus. Zumindest gibt es in den Schränken noch ausreichend Wolldecken, denn eine Zentralheizung gibt es nicht. Ein Tee und eine kleine Stärkung lässt uns wieder warm werden und als wir hinter einem Vorhang versteckt eine kleine mobile Heizung finden, hebt sich die Stimmung.

Die letzten hellen Stunden wollen wir noch nutzen. Zum Playa de Hermigua sind es nur ein paar Kilometer. Dort gibt es ein Meerwasserschwimmbecken, was allerdings nur im Sommer geöffnet hat. Ansonsten sollte man selbst in der Badesaison das Baden im Meer aufgrund der gefährlichen Strömungen meiden, auch wenn der 500 m lange Playa Santa Catalina recht einladend wirkt.

Playa de Hermigua
Playa de Hermigua

Wir fahren weiter zum Playa de la Caleta der als einer der schönsten Strände im Norden beschrieben wird. Die im Reiseführer erwähnte Piste muss erst kürzlich geteert worden sein. Am Ende der Straße befindet sich ein kleiner Parkplatz. Die Strandbar hat tatsächlich noch geöffnet. Doch zunächst zieht es uns an den Strand. Die kleine Badebucht wird idyllisch von dunklen Felsformationen eingerahmt. Die weiße Brandung bietet einen schönen Kontrast zum schwarzen Sandstrand. In der Ferne sind die schwachen Umrisse von Teneriffa zu sehen - der weißgekrönte Teide ragt über die leichte Wolkendecke hinaus.

Als es zu dämmern beginnt genehmigen wir uns in der Strandbar Macondo – hier ist alles in deutscher Hand – einen Mango-Sekt. So langsam stellt sich das Urlaubsgefühl ein.

In der zweckmäßig ausgestatteten Küche gelingt es uns später, ein adäquates Festmahl zuzubereiten. Die kleine Standheizung verschafft uns eine wohlige Temperatur und dank vieler Kerzen wird es richtig gemütlich. Dazu gönnen wir uns einen 1996 Rioja – es könnte uns schlechter gehen. Nur das Läuten der Kirchenglocken bereitet uns noch etwas Sorge.

Die Betten – die hier üblicherweise getrennt stehen – sind halbwegs komfortabel und dank ausreichender Decken auch warm. Den letzten Glockenschlag vernehmen wir um 22:00 Uhr. Als wir bereits versuchen etwas Schlaf zu finden, wird es auf dem Kirchplatz, der direkt an unser Schlafzimmer grenzt, ziemlich rege. Man trifft sich zur mitternächtlichen Christmette. Den Gedanken ans Schlafen müssen wir wohl noch um eine Stunde verschieben. Stattdessen lauschen wir den Gesängen, die den Gottesdienst begleiten. Weniger lustig finden wir die Begleitung der Kirchenglocken, die glücklicherweise nur ein Lied andauert. Erfreulicherweise wird das Geläute damit für die Nacht eingestellt und wir finden doch noch etwas Nachtruhe. 

 

Dienstag, 25.12.2007 Parque Nacional Garajonay – Arure - Valle Gran Rey - Vueltas

Pünktlich um 8:00 Uhr begrüßt die Kirchenglocke den neuen Tag. Mit dem Timing können wir leben!

Unesco WeltkulturerbeHeute ist es leider ziemlich bewölkt. Trotzdem schnüren wir nach dem Frühstück unsere Wanderschuhe und fahren in den Parque Nacional Garajonay. Der Nationalpark befindet sich im höheren Teil der Insel auf 800 bis fast 1.500 m über NN. Der dichte, immergrüne Lorbeerwald im Park weist ein besonderes Klima auf. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und es kommt häufig zu Nebelbildungen. Diese wiederum versorgen den Wald mit ausreichend Wasser. 1986 wurde der Nationalpark von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.

Das Klima können wir heute hautnah erleben. Auf inzwischen über 1.000 Höhenmetern angekommen hängen die Wolken so tief, dass wir direkt hindurchfahren. Sämtliche Aussichtspunkte können wir getrost links liegen lassen, außer Wolken ist nichts zu sehen! Dafür ist die Vegetation unglaublich grün und dicht. Der Nationalpark wurde 1981 zum Schutz des Lorbeerwaldes gegründet.

Wir fahren bis „Las Creces“ wo wir einer im Reiseführer beschriebenen Wanderung durch den Lorbeerwald folgen. Es handelt sich um einen Forstlehrpfad mit markierten Stellen. Eine Info-Broschüre wäre, wenn nicht gerade der erste Weihnachtstag wäre, im Besucherzentrum des Nationalparks in Las Rosas erhältlich. Doch auch ohne diese Infos ist es eine tolle Wanderung durch den urwüchsigen Lorbeerwald.

Les Ceres - Lorbeerwald
Les Ceres - Lorbeerwald

Die Vegetation hat etwas Mystisches. Die Baumrinden sind von grünem Moos überzogen, die Äste wirken, als wären Sie in einem Netz aus Spinnweben gefangen, Luftwurzeln hängen bizarr hinab und der Boden ist von Farnen sattgrün übersät. Später lichtet sich zu unserer Freude sogar die Wolkendecke und die Sonnenstrahlen lassen das Grün noch stärker leuchten.

Nach dieser schönen Wanderung und angesichts des Sonnenscheins fahren wir an die Küste. Bei Arure genießen wir vom Mirador Ermita el Santo den Blick auf das 600 m tiefer gelegene Dorf Taguluche. Farbenroh hebt es sich von den einrahmenden, schroffen Felswänden ab. Die Sicht ist heute leider nicht so klar, dass man Las Palma oder El Hierro sehen kann.

Auf dem weiteren Weg an die Westküste kommen wir am Mirador de César Manrique vorbei. Dieser wirkt ziemlich unscheinbar, nur ein Mobile auf dem Dach deutet auf Manriques markanten Stil hin, mit dem wir uns während unseres Lanzarote-Urlaubs im Jahre 2000 beschäftigt haben. Am heutigen 1. Weihnachtstag hat das Aussichtsrestaurant jedoch geschlossen.

Valle Gran Rey
Valle Gran Rey

Durch das Valle Gran Rey geht es weiter. Fast senkrecht stehende Felswände fassen das schmale Tal ein. Die Hänge sind von zahlreichen Terrassenfeldern überzogen, wo Palmen und tropische Obstbäume wachsen. In Küstennähe gibt es Bananenplantagen.

Im Hafenort Vueltas liegen malerisch kleine bunte Boote im Wasser. Eine massive Felswand rahmt die kleine Bucht ein. Am Playa de Vueltas einige Sonnenanbeter ihr Handtuch ausgelegt.

Vueltas
Vueltas

Direkt vor der Felswand führt ein Weg an der Küste entlang und endet am Playa de Argaga. Hier befindet sich die Finca Argayall, ein Meditationszentrum. Der Strand wird von dicken Kieselsteinen gesäumt. Mit etwas Klettern kann man die Badebucht Playa de las Arenas erreichen, einst verrufener Hippie-Strand.

Wir entscheiden uns für eine Besichtigung des tropischen Fruchtgartens Argaga, der nur dienstags und freitags besichtigt werden kann. Ein deutsches Paar hat sich 1985 hier niedergelassen um einen privaten Obst- und Gemüsegarten anzulegen. Inzwischen gibt es über 160 tropische und subtropische Obstbäume und –pflanzen, die hier wachsen – die größte Sammlung Europas.

Fruchtgartens Argaga - Apfelbanane
Fruchtgartens Argaga - Apfelbanane

Auf der 90 minütigen Führung erfahren wir eine Menge über die Pflanzen und dürfen ebenfalls die tollen Früchte (alle ungespritzt) probieren. So lernen wir die gut schmeckende Apfelbanane kennen, probieren Johannisbrot, Naranjillas (Orangentomaten), tropische Himbeeren, Cherimoya, die Passionsfrucht Maracuja, frische Datteln, Tamarinde, rosa und weiße Guaven und vieles mehr. Die Besichtigung des Fruchtgartens über den inzwischen bereits Geo Saison und das Fernsehen berichtet hat, ist sehr empfehlenswert.

Nachdem wir in Vueltas kein geöffnetes Restaurant mit Meerblick gefunden haben, fahren wir weiter nach La Playa. Auch hier ist das Angebot angesichts des heutigen Feiertages nicht groß. Das erste Lokal bietet nur ein Menü -zu viel am frühen Nachmittag-, das Zweite, eine Pizzeria, hat es nicht nötig, uns zu bedinenen. Nach 30 Minuten warten suchen wir uns doch lieber einen Platz am Strand.

Für den Rückweg gibt es mehrere Alternativen, aber irgendwie erscheinen uns alle gleich kurvig und lang. Wir entscheiden uns für die Fahrt über Las Rosas, die durch den Nationalpark Garajonay führt. Da es eine gelbe Straße ist, ist diese noch schmaler. Aber es ist kaum Verkehr und das Straßennetz auf Gomera ist insgesamt in einem sehr guten Zustand.

In unserem Klosterdomizil zaubern wir uns ein zufriedenstellendes Abendessen und lassen den Tag ausklingen.

 

Mittwoch, 26.12.2007 Agulo - Nationalpark Garajonay - Chorros de Epina - Vallehermosa

Beim Zubereiten des Frühstücks gibt es einen Stromausfall. Ein Blick in den Sicherungskasten hilft uns nicht weiter, hier sieht alles in Ordnung aus. Also kontakten wir Fincaferien und sprechen der Vermieterin auf die Mailbox. Man wird sich darum kümmern, es ist nicht erforderlich, dass wir im Haus bleiben, verspricht man uns. Nach einem improvisierten Frühstück brechen wir auf.

Heute ist der Himmel fast wolkenfrei. Ideal für eine schöne Wanderung. Auf Gomera gibt es zahlreiche markierte Wanderwege. Um die Länge und Höhenunterschiede zu erfahren, benötigt man allerdings eine Wanderkarte, die man kostenlos in den Touristeninfos (San Sebastian, Playa de Santiago, Valle Gran Rey) erhält. Leider haben wir uns noch nicht entsprechend ausstatten können.

In der Hoffnung, im etwas belebteren Agulo eine Wanderkarte zu erstehen, fahren wir dort hin. Der Ort liegt malerisch etwa 200 m über dem Meer und wird von hohen Felswänden eingerahmt. Als wir durch die engen Gassen fahren finden wir tatsächlich das im Reiseführer erwähnte Oficina de Turismo, was jedoch gerade umgebaut wird. Man verweist uns auf den Plaza de Leoncio Bento. In dem hier untergebrachten Büro wird u.a. eine Touristeninformation erwähnt. Das Personal spricht ausschließlich Spanisch. Nach etwas hin und her wird in einem Schrank gesucht und uns eine Karte über Garajonay Nationalpark überreicht. Damit steht fest, wo wir heute wandern werden. Trotzdem starten wir einen zweiten Versuch im Besucherzentrum Juego de Bolas. Hier erhalten wir die gleiche, jedoch inzwischen erweiterte Karte, die inzwischen 18 statt 9 eingezeichnete Wanderungen umfasst.

Angesichts des wolkenfreien Himmels entscheiden wir uns für Tour Nr. 14, die auf den Alto Garajonay, den höchsten Gipfel (1487 m) Gomeras führt. Nachdem der Weg auf dem ersten Stück parallel zur Straße geführt wird, geht es schon bald in den dichten Lorbeerwald hinein. Natürlich haben wir schon auf unserer ersten Wanderung an den Lorbeerblättern gerochen, konnten aber nicht mehr als einen Geruch nach „Blatt“ feststellen. Im Fruchtgarten hat man uns aufgeklärt: es gibt Hunderte von Lorbeerarten, aber der uns bekannte Küchenlorbeer ist hier wohl nicht zu finden.

Alto Garajonay
Alto Garajonay

Wieder einmal sind wir ganz begeistert von der dichten, grünen Natur. Später erreichen wir eine Weggabelung, die nicht markiert ist. Als wir feststellen, dass wir versehentlich die veraltete Karte, die die Wanderung Nr. 14 noch nicht enthält, eingesteckt haben, entscheiden wir uns für den Weg, der etwas bergauf zu verlaufen scheint, schließlich gilt es, 312 Höhenmeter zu überwinden. Nach etwas 1 km erreichen wir einen höheren Punkt und müssen feststellen, dass die höheren Gipfel auf der gegenüberliegenden Seite sind. Also gehen wir wieder zurück und nehmen den anderen Weg. 300 m später taucht nun endlich das vermisste Schild auf. Wir haben unseren Weg wiedergefunden!

Als wir noch fleißig mit dem Aufstieg beschäftigt sind, beobachten wir, wie langsam Nebelwolken aufziehen. Auf dem Gipfel angekommen ist nur noch der Blick auf Teneriffa halbwegs frei, die gegenüberliegende Seite ist leider von Wolken überzogen. Nachdem wir ein wenig die Aussicht und das Wolkenspiel beobachtet haben finden wir diesmal direkt zum Parkplatz zurück und fahren nach Vallehermosa.

Unterwegs halten wir bei Chorros de Epina. Hierbei handelt es sich um vier Quellen, die durch ausgehöhlte Baumstämme, die sich teilweise an der Spitze noch einmal verzweigen, in ein Becken geleitet werden. Nach der Beschreibung im Reiseführer haben wir uns diese etwas imposanter vorgestellt. Es erschließt sich uns nicht, ob der Glaube an die angeblich wundersame Wirkung auf das Liebesglück einige deutsche Touristen dazu veranlasst, hier ihre Wasserkanister aufzufüllen.

Vallehermosa ist nachmittags (um 15:30h ist noch Siesta) wie ausgestorben. Nach einer kleinen Stärkung in einem Bistro auf dem Hauptplatz fahren wir weiter zum Playa de Vallehermosa.

Castillo del Mar
Castillo del Mar

Die Badebucht mit grobkiesigem Sand und Blick auf Teneriffa ist sehr schön gelegen, zum Baden im Meer jedoch zu gefährlich. Dafür gibt es eine frei zugängliche Badelandschaft mit großem Pool.

Uns interessiert jedoch mehr das Castillo del Mar. Der einstige Hafen diente als Versorgungsstelle. Hier legten früher Schiffe an und versorgten die Insel mit Waren; im Gegenzug wurden Agrarprodukte verschifft. Die Verladestation fiel einer großen Sturmwelle zum Opfer und ließ eine Ruine zurück. Der deutsche Fotograf Thomas Müller hat die Ruine erworben und zu einem Kulturzentrum ausgebaut. Dafür wurden die Mauern wieder rekonstruiert und die Anmutung einer mittelalterlichen Burg wieder hergestellt. Das Castillo erreicht man über eine Zugbrücke. Hier gibt es ein Restaurant und einen Veranstaltungsraum für Konzerte. Eine sehr schöne Lokation für ein Kulturzentrum.

Nachdem wir in Vallehermosa noch etwas eingekauft haben fahren wir zurück zu unserem Domizil. Es trifft uns nicht völlig unerwartet, dass der Strom noch nicht wieder funktioniert. Wir rufen erneut die Vermieterin an, die nun versuchen will, einen Elektriker zu erreichen.

Mit den letzten Lichtstrahlen bereiten wir unser kaltes Abendessen zu. Während wir unser "romantisches" Candle Light Dinner einnehmen, tut sich etwas auf dem Kirchplatz. Es werden Stühle aufgebaut und Musikinstrumente ausgepackt. Bei den Musikern handelt es sich um Kinder, auf den Zuschauerstühlen haben die dazugehörigen Eltern Platz genommen und sparen nicht am Applaus für die musikalischen Bemühungen ihrer Sprößlinge.

Gegen 7:00 Uhr, das Konzert ist schon wieder vorbei, klopft es an unserer Tür. Der Sohn der Vermieterin hat den Elektriker inzwischen erreicht, der wenig später auch tatsächlich kommt. Leider stellt er genau wie wir fest, dass im Sicherungskasten alles in Ordnung ist. Das Problem liegt beim Stromanbieter. Nachdem dieser kontaktet wurde, wird uns versprochen, in den nächsten eineinhalb Stunden wieder Strom zu bekommen. Wir glauben zwar nicht so recht daran, lassen uns die Laune aber nicht verderben. In Wolldecken gepackt machen wir es uns auf der Terrasse gemütlich und beobachten die Sterne. Gegen halb zehn klopft es erneut an unserer Tür – tatsächlich sind Mitarbeiter des Stromversorgers da. Zu dritt und mit viel Gerede versucht man in ein einem großen Verteilerkasten die Versorgung für das Haus zu finden. Es klappt tatsächlich und wir haben wenige Minuten später wieder Strom.

 

Donnerstag, 27.12.2007 Wanderung: Hermigua - Salto de Agua - El Cedro - Hermigua

Erfreulicherweise ist es uns gestern gelungen, im Shop des Castillos eine Wanderkarte zu erstehen. Diese wollen wir heute gleich einmal ausprobieren und wandern bei strahlendem Sonnenschein direkt von Hermigua aus los. Die Wanderung beginnt mit einem Treppfenaufstieg bei Los Telares und führt an der Straße unterhalb der markanten, spitzen Felsen des Roque de San Pedro entlang. Anschließend kommen wir an für Gomera typischen Terrassenfeldern vorbei. Aufgrund der Steilheit der Bergformationen wurden kleine Abschnitte begradigt und mit Steinmauern abgestützt. Auf diesen so entstandenen Feldern werden hauptsächlich Bananen, Wein oder Gemüse angebaut.

Hermigua-Wanderung
Terrassenwirtschaft bei Hermigua

Obwohl es im Norden der Insel eher feuchter ist und die Berge oft in Nebel gehüllt sind, war es dennoch erforderlich, ein Bewässerungssystem anzulegen. Der Weg wird streckenweise an Wasserrohren vorbei geführt. Es hat ganz den Anschein, als wären die Bewirtschaftungswege zum Wanderweg umfunktioniert worden. Etwas höher gelegen sieht man teilweise noch Ruinen und verwilderte Terrassenfelder, die anstrengende Bewirtschaftung wurde offensichtlich vor Jahren aufgegeben.

Später erreichen wir eine Staumauer, das Staubecken ist reichlich gefüllt. Von hier aus können wir einen ersten Blick auf den Salto de Agua werfen. Mit schätzungsweise 150 m hat er einiges an Höhe, dafür jedoch kaum Wasser zu bieten. Es folgt ein anstrengender Aufstieg. Oberhalb des Wasserfalls gibt es erfreulicherweise ein Tapas Restaurant. Auf der Sonnenterrasse erholen wir uns von der Wanderung und genießen den tollen Ausblick.

Durch das Las Vistas Tal von El Cedro geht es weiter. Auch hier prägen Terrassenfelder die Landschaft. Dieses Tal ist besonders fruchtbar, da es von einem ganzjährig fließenden Bach durchzogen wird.

Später erreichen wir die kleine, weiße Kapelle Ermita Nuestra Senora de Lourdes, die mitten im Lorbeerwald steht.

Ermita Nuestra Senora de Lourdes
Ermita Nuestra Senora de Lourdes

Über eine Mountainbike-Strecke setzen wir unsere Wanderung fort und erreichen später wieder den Wanderweg 3.1, der uns zurück nach Hermigua führt. Hierbei gilt es die erklommene Höhe von etwa 900 Höhenmetern wieder hinabzusteigen. Es werden uns schöne Ausblicke auf das von der Sonne angestrahlte Tal und die im Dunst liegende Insel Teneriffa geboten.

Als wir die Ermita de San Juan, eine weitere kleine Kapelle, erreichen haben wir den größten Teil an Höhe bewältigt. Nach etwa 15 km Wanderung mit den entsprechenden Auf- und Abstiegen sind wir ziemlich geschafft, als wir unser Quartier wieder erreichen.

Erfreulicherweise gab es keinen erneuten Stromausfall. Eigentlich wollen wir heute auswärts essen, sind hierfür aber irgendwie zu kaputt. Zum nächsten "Supermercado", die glücklicherweise bis 20:00 Uhr auf haben, schaffen wir es noch. Nachdem uns der Weißwein der auf La Gomera angebaut wird nicht zugesagt hat, probieren wir nun einen Rotwein von Teneriffa. Zu Pasta ist er okay, wird aber nicht unser Lieblingswein.

 

Freitag, 28.12.2007 Fortaleza de Chipude - El Drago - Playa de Santiago - Kalvarienberg

Heute wollen wir den Süden der Insel erkunden. Hierfür fahren wir zunächst bis Las Hayas und biegen dann in Richtung Playa de Santiago ab. In Chipude haben wir einen schönen Blick auf die Fortaleza de Chipude, einem 1.241 m hohen Tafelberg. Dieser galt den Ureinwohnern als heilig. Auf dem Plateau gibt es prähistorische Ruinen einer Tempelanlage zu entdecken Für die zweistündige Wanderung sind wir heute nicht motiviert, zumal uns der Panoramablick angesichts der aufgezogenen Wolken verwehrt bliebe.

Am Mirador die Igualero – wo es wieder einmal eine kleine Kapelle gibt, genießen wir den tollen Ausblick auf die Küstenlinie. Als nächstes wollen wir den Drago de Magana, einen 600 Jahre alten Drachenbaum suchen. Ein steinbefestigter Weg führt hinab zu einer Plattform. Klar, dass wir den hier stehenden großen Baum für den gesuchten Drachenbaum halten, auch wenn er uns nicht besonders exotisch vorkommt und mit seinen Nadeln an eine Kiefer erinnert.

Nach diesem kurzen Spaziergang fahren wir weiter nach Playa de Santiago. Schon von weitem sehen wir den 1999 eröffneten Flughafen, der direkt am Meer angelegt wurde. Aufgrund seiner "Größe" können hier nur kleine Maschinen landen, zudem lassen die Windverhältnisse oft keinen Flugverkehr zu. Wenn man erst die kurze Start- und Landebahn gesehen hat, möchte man hier gar nicht landen – diese fällt am Ende steil ins Meer ab.

San Playa de Santiago ist eines der Touristenzentren. Hier befindet sich auch das einzige Luxushotel der Insel, das Jardin Tecino sowie ein Golfplatz. Doch auch hier herrscht alles andere als Massentourismus.

In der Touristeninfo lassen wir uns noch einige Informationen geben und setzen uns damit in ein Strandcafe mit Blick aufs Meer. Beim Durchblättern der Unterlagen stoßen wir auch auf ein Foto des Drachenbaums. Irgendwie sieht dieser ganz anders aus als der von uns fotografierte. Im Nachgang lesen wir die Beschreibung im Reiseführer und müssen feststellen, dass wir nicht weit genug gegangen sind.

In Hafennähe liegt das Restaurant La Cuevita, wo wir zu Mittag speisen wollen. Es wird im Reiseführer als eines der besten Lokale der Insel beschieben und wurde in einer Naturhöhle eingerichtet, daneben befindet sich die Höhlenkappelle Ermita Nuestra Senora del Carmen. Wir bestellen frischen Fisch und sind von der Qualität schwer begeistert und das zu äußerst moderaten preisen (Hauptgerichte 8 – 10,- €).

Schon auf der Hinfahrt war uns die auf einem Felsen trohnende Kapelle Ermita San Isidor aufgefallen. Nun erklimmen wir den 807 m hohen Kalvarienberg, was mit einem zehnminütigen Fußweg leicht zu meistern ist. Oben bietet sich ein grandioser Blick über die Südküste Gomeras.

Es behagt uns gar nicht, dass wir den „richtigen“ Drachenbaum nicht gesehen haben. Also nehmen wir einen zweiten Anlauf. Im Reiseführer lesen wir, dass es 200 Höhenmeter zu bewältigen gilt und man etwa eine Stunde für den Weg benötigt. Diesmal lassen wir „unseren“ Drachenbaum, der tatsächlich nichts anderes als eine üppig gewachsene Kiefer ist, links liegen und folgen dem steinbefestigten Weg weiter bergab. Zielsicher werden wir zum Drachenbaum geführt.

El Drago - Drachenbaum
El Drago - Drachenbaum

Dieser stattliche Baum ist wirklich etwas Besonderes. Aufgrund seiner Größe und der Verzweigung seiner Äste wird er auf 600 Jahre geschätzt. Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass man bereits von der oberen Plattform einen Blick auf den Drachenbaum hätte werfen können.

Mit dem ein oder anderen Mirador-Stopp fahren wir zurück nach Hermigua.

 

Samstag, 29.12.2007 Wanderung: Vallehermosa - Ermita de Santa Clara - Alojera

Auch am heutigen Morgen ist zunächst kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Unser heutiges Ziel ist Vallehermosa.

Vallehermosa-Wanderung
Vallehermosa

Hier angekommen schnüren wir unsere Wanderschuhe. Die Wanderung beginnt zunächst mit einem Aufstieg. Erstes Ziel ist die Ermita de Santa Clara, die auf knapp 700 m Höhe liegt.

Der Weg ist gut zu meistern und bietet schöne Ausblicke. Oben angekommen wird uns ein toller Blick auf die Nordküste geboten. Wir folgen dem Weg in Richtung Epina und genießen weitere wunderbare Landschaftseindrücke auf der recht kurvigen Strecke.

Den Abstieg nach Vallehermosa finden wir nicht ganz so seicht wie beschieben. Doch insgesamt ist der Weg gut zu laufen und der Blick ins Tal und später auf Vallehermosa ist grandios.

Nach dieser 18 km langen Höhenwanderung trinken wir auf dem Plaza de la Constitution erst einmal einen Zumo de Naranja (Orangensaft). Am Nebentisch nimmt eine deutsche Gruppe platz. Ein Gesicht kommt uns bekannt vor – wir erkennen den Politiker Jürgen Trittin.

Anschließend fahren wir nach Alojera, wo es einen er schönsten schwarzsandigen Strände von La Gomera gibt. Im Restaurant Prisma nehmen wir erst einmal eine kleine Tapas-Stärkung ein. Später breiten wir unsere Decke am Strand aus und genießen den Blick aufs Meer. Die kleine Badebucht ist sehr schön. Hier gibt es kleine Appartements direkt am Meer. Als Urlaubslokation ist der Ort für uns zwar zu abgelegen, wird aber von einigen Familien mit Kindern gut genutzt. Die Bucht mit ihrem fast 200 m langen Sandstrand – für La Gomera ist das viel – lädt zum Baden ein auch wenn die Wassertemperaturen nicht ganz unserem Wohlfühlfaktor entsprechen.

Alojera
Alojera

Zum Sonnenuntergang fahren wir schon wieder etwas zurück. Von oben haben wir einen fantastischen Blick auf die im Meer versinkende Sonne. Die Umrisse von El Hierro sind direkt neben dem Sonnenball zu erkennen.

Nun haben wir noch etwa 25 km Kurvenfahrt im Dunkeln vor uns, was schon eine erhöhte Aufmerksamkeit bedarf.

Zurück in unserem Domizil machen wir uns frisch und fahren zum Restaurant La Creative in Hermigua. Hier haben wir Glück, denn eigentlich muss man hier vorbestellen. Nachdem wir bekundet haben, dass wir uns notfalls auch mit Tapas zufrieden geben würden, kommt die frohre Botschaft auf der Küche, dass es doch noch Lamm, Huhn oder Fisch für uns gibt. Aus der Küche hören wir einige spitze Pfeiftöne, das Küchenpersonal unterhält sich offenbar in der seltenen Einheimischen Pfeifsprache El Silbo. So lassen wir den schönen Tag mit einem gemütlichen und leckeren Abendessen ausklingen.

 

Sonntag, 30.12.2007 Vueltas - Los Organos

Auch heute ist uns die Sonne wieder wohl gesonnen, passend für die geplante Bootsfahrt. Telefonisch haben wir bereits zwei Plätze auf der Motoryacht Tina reserviert. Von Vueltas aus geht es los. Ziel sind die Felsformationen Los Organos, die man nur vom Wasser aus sehen kann. Das Boot fährt die Westküste entlang und bietet uns schöne Blicke auf die schroffen Felsformationen, die den größten Teil der Küstenlinie ausmachen. Vom Wasser aus sehen wir ebenfalls die kleine Bucht von Alojera, wo wir erst gestern die Sonne am Strand genossen haben.

Westküste - Strand von Alojera
Strand von Alojera

Nach etwa einer Stunde erreichen wir Punta des Salinas und sehen die 200 m breite Felswand, die von Basaltsäulen überzogen ist. Die gleichmäßigen Formen erinnern an Orgelpfeifen und sind namensgebend für die  der Felsformation. Die bis zu 80 m hohen Basaltröhren bildeten sich in einem verstopften Vulkanschlot als sich die Lava abkühlte und wurden später durch die Meeresbrandung freigelegt.

Los Organos - Orgelpfeifen-Felsformation
Los Organos - Orgelpfeifen-Felsformation

Auf der Rückfahrt begleiten uns zwei Delphine, die ab und zu aus dem Wasser auftauchen. Nach gut drei Stunden sind wir wieder zurück in Vueltas. In La Playa breiten wir am Playa des Ingles unsere Decke aus. Leider ziehen schon bald ein paar Wolken vor die Sonne und beenden unser Sonnenbad.

Durch das Valle Gran Rey fahren wir zurück. Erfreulicherweise hat der Mirador Cesar Manrique heute geöffnet. Mit Blick in die tiefe Schlucht gönnen wir uns einen Cocktail. Der Mirador erinnert uns an die Manrique-Bauwerke auf Lanzarote. Der Blick durch das Panorama-Fenster ist toll. Wie Spielzeugautos bewegen sich die Fahrzeuge die kurvigen Straßen hinauf und die letzten Sonnenstrahlen leuchten die bunten Häuser und grün bepflanzten Terrassenfelder an.

Abends ist Kofferpacken und Resteessen angesagt, denn die weiteren Urlaubstage werden wir auf Teneriffa verbringen.

 

Montag, 31.12.2007 La Gomera – San Sebastian - Teneriffa

Auf den morgendlichen Glockenschlag um 8:00 h warten wir heute nicht sondern brechen schon früh zum Fährhafen in San Sebastian auf. Wieder sind wir das erste Auto in der Warteschleife, aber der Parkplatz scheint uns in Anbetracht unseres Gepäcks als sicher. Nachdem wir am Yachthafen ein kleines Frühstück eingenommen haben, schlendern wir durch die Hauptstadt La Gomeras, die mit 2.400 Einwohnern ziemlich überschaubar ist.

Auf einem kleinen Stadtrundgang sehen wir uns den Torre del Conde, einen 16m hohen Befestigungsturm an. Den Poze de Colon, einen Brunnen aus dem angeblich Kolumbus Wasser geschöpft haben soll, bekommen wir nicht zu Gesicht. Das Casa de La Aguado, in dessen Innenhof sich dieser befindet, hat geschlossen.

Torre del Conde - San Sebastian
Torre del Conde - San Sabastian

Dafür werfen wir noch einen Blick in die Iglesia Nuestra Senora de la Asuncion. Mit einer schönen Holzdecke, mehreren Altären und einem Wandfresko, das die Landung der englischen Flotte darstellt, gefällt uns diese Kirche ganz gut. Hingegen ist das Casa Colon in der Calle Real 56 (Kolumbushaus) ziemlich unscheinbar.

Die Fred Olsen Express-Fähre fährt gerade ein, als wir zurück zum Fährhafen gehen. Zu unserer Verwunderung legt sie nach dem Entladen jedoch wieder ab. Als wir ihr etwas verwirrt nachschauen kommt schon eine neue, diesmal bereits leere Fähre eingefahren. Pünktlich um 10:30 h legen wir ab und nehmen Abschied von La Gomera.

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Teneriffa

Auf Teneriffa angekommen decken wir uns erst einmal wieder mit Lebensmitteln ein. Anschließend fahren wir in den Norden der Insel. Erfreulicherweise kommt man auf Teneriffa etwas schneller voran, da es eine Autobahn entlang der Ostküste gibt. In der Nähe von Tequeste haben wir ein Ferienhaus gemietet. Dieses liegt auf ca. 300 m Höhe und ist umgeben von einem 60.000 qm großen Grundstück. Die Anlage, auf der es drei Ferienhäuser gibt, ist sehr gepflegt. Jede Wohnung hat einen separaten Eingang und eine eigene Terrasse. Auf dem Grundstück gibt es ebenfalls einen Pool, ein Barbecue-Haus, diverse Freisitze und sogar einen Kinderspielplatz. Außerdem ist es hier etwas wärmer als in den kalten Mauern des Konvents. Hier kann man sich wohlfühlen!

Den Nachmittag verbringen wir mit einem Sonnenbad am Pool. Der Blick auf die Silhouette der Mercedes-Berge hat eine sehr beruhigende Wirkung.  Allerdings wird die Ruhe gelegentlich von einem Flugzeug gestört, der Nordflughafen ist nicht sehr weit entfernt. Am späten Nachmittag fahren wir nach Bajamar. Der kleine Küstenort wurde mit hässlichen Ferienwohnanlagen verschandelt und gefällt uns überhaupt nicht. Schön ist allerdings der kleine Hafen mit sich daran anschließendem Meeresschwimmbecken. Die See ist heute so stürmisch, dass die Wellen meterhoch vor die Kaimauer schlagen und fonänenartig hochspritzen.

Zurück in unserem Domizil bereiten wir unser Festtagsmenü vor. Erfreulicherweise haben wir Satellitenfernsehen, so können wir die deutschen Silvestershows verfolgen. Um 23.00 Uhr stoßen wir erstmals – in Gedenken an unsere deutschen Freunde und Verwandten – auf das Neue Jahr an und natürlich zur kanarischen Zeit ein weiteres Mal um Mitternacht.

 

Dienstag, 01.01.2008 Anaga-Gebirge – Santa Cruz – San Cristobal de La Laguna

Nach einem gemütlichen Neujahrsfrühstück in der Sonne wollen wir die Insel erkunden. Zunächst fahren wir noch weiter nördlich ins Anaga-Gebirge. Endlich wieder Kurvenfahren!

An einigen Aussichtspunkten und insbesondere am El Pizo del Ingles haben wir sehr schöne Ausblicke auf das grüne Anaga-Gebirge und die Küstenlinie, die jedoch leider in Wolken hängt. Eine sehr kurvige Strecke führt uns weiter an die Ostküste bei San Andres und weiter zur Hauptstadt Santa Cruz (220.000 Einwohner).

Blick vom El Pizo del Ingles auf das Anaga-Gebirge
Blick vom El Pizo del Ingles auf das Anaga-Gebirge

Zunächst erkunden wir den Hafen. Hier liegt das großen Kreuzfahrtschiff Queen Victoria vor Anker. Ebenfalls ist ein Nachbau der „Bounty“ zu sehen.

Schon von weitem haben wir das moderne Gebäude des Auditorio de Tenerife gesehen. Das markante Gebäude nimmt je nach Perspektive die Form eines Agavenblatts, eines Flügels, eines Krummschnabels oder etwa einer Flosse an. Aus der Nähe wirkt das elfenbeinweiße Gebäude noch imposanter.

Auditorio de Tenerife
Auditorio de Tenerife

Einen Kontrast dazu bietet das nebenstehende Castillo des San Juan, das einst zur Befestigungsanlage der Stadt gehörte. Daran schließt sich der von Cesar Manrique gestaltete Parque Maritimo an und es gibt eine seiner markanten Plastiken zu sehen.

Santa Cruz ist am heutigen Tag wie ausgestorben. Wir schlendern durch die Altstadtgassen und sehen uns einige erwähnte Bauwerke an, besonders gut gefällt uns die Stadt jedoch nicht.

Unesco WeltkulturerbeUnser nächstes Ziel ist San Cristobal de La Laguna. Auch die Stadt ist heute wie ausgestorben. Nachdem wir etwas tiefer in de Altstadt eingedrungen sind, können wir nachvollziehen, warum diese 1999 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Besonders schön ist der Plaza del Adelantando, der von historischen Gebäuden eingerahmt wird. Außerdem hat die Stadt eine Menge alter Konvente zu bieten.

Plaza del Adelantando - La Laguna
Plaza del Adelantando - La Laguna

Nachmittags genießen wir die restliche Sonne auf unserer Terrasse und lassen den Tag ruhig ausklingen.

 

Mittwoch, 02.01.2008 Teno-Gebirge – Masca - Garachico - Icod de los Vinos - La Orotava

Eigentlich wollten wir heute früh aufbrechen und in den Teide Nationalpark fahren. Angesichts des bewölkten Himmels ändern wir jedoch unsere Pläne. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir die Nordküste entlang. Erstaunlicherweise verlassen wir schon bald das Wolkenmeer und sehen vor uns die Spitze des Teide wolkenfrei liegen. So kann man sich täuschen! Doch für den Nationalpark ist es inzwischen zu spät.

Wir fahren weiter die Nordküste entlang bis Buenavista el Norte. Durch das Teno-Gebirge auf entsprechend kurvigen Straßen geht es weiter nach Masca. Der kleine Ort (300 Einwohner) liegt malerisch in einer Schlucht und bietet imposante Ausblicke auf die Küste und auf La Gomera.

Masca
Masca

Ähnlich kurvig geht es zurück an die Küste nach Garachico (6.000 Einwohner). Vom Mirador hat man einen sehr schönen Blick auf das malerisch gelegene Küstenstädtchen.

Garachico
Garachico

Der einst reichste Handelshafen der Insel wurde bei einem Vulkanausbruch 1706 von Lavaströmen größtenteils verschüttet. Teilweise verschont geblieben ist die Altstadt mit einigen historischen Gebäuden. Am schönen Plaza des Ariba suchen wir uns ein kleines Restaurant und genießen die traditionelle Küche mit Blick auf das bunte Treiben.

Einen weiteren Stopp legen wir in Icod de los Vinos ein, um uns den Drago Milenario anzusehen. Dank der guten Ausschilderung finden wir diesen auf Anhieb. Mit dem Drachenbaum von La Gomera kann dieser jedoch nicht mithalten. Zum einen ist er „nur“ etwa 400 Jahre alt, zum anderen nicht so einsam gelegen.

Sehr gut gefällt uns unser nächstes Ziel, La Orotava (40.000 Einwohner). Die Stadt wurde  an einem steilen Hang, 400 m über dem Meer angelegt. Die historische Altstadt beeindruckt weniger durch herausragende Bauwerke als vielmehr durch ihren Gesamteindruck. Sehr schön ist das Liceo de Taoro in dem sich heute ein Casino befindet.

Casino - Liceo de Taoro - La Orotava
Liceo de Taoro in La Orotava

Eine steile Treppe, die rechts und links mit Blumenbeeten geschmückt ist, führt hinaus. Rechts daneben liegt ein Mausoleum, was von einer sehr schönen terrassierten Parkanlage umgeben ist, dem Jardines Marquesado de la Quinta Roja.

Oberhalb der Stadt gibt es ein Mühlenviertel. Hier sind auch heute noch einige Gofio-Mühlen in Betrieb.

Besonders sehenswert ist das Casa de los Balcones, das wie der Name schon sagt, von einem großen, hölzernen Balkon geschmückt wird und einen sehr schönen Innenhof, ebenfalls mit Balkonen, hat.

Casa de los Balcones
Casa de los Balcones

Allerdings muss man um das Gebäude wieder zu verlassen, einmal durch das gesamte Gebäude gehen, wo traditionelle Waren aus Teneriffa angeboten werden – und natürlich eine ganze Menge extra für Touristen hergestellter Kitsch. Damit beenden wir unsere heutige Besichtigungsrunde.

 

Donnerstag, 03.01.2008 Teide Nationalpark

Auch wenn es am heutigen Morgen ebenfalls stark bewölkt ist machen wir uns schon früh auf den Weg zum Teide Nationalpark. Die Entscheidung war richtig, schon bald sehen wir die Kraterspitze Spaniens höchstens Berges wolkenfrei.

Für die sehr kurvige Anfahrt bis zur Talstation der Seilbahn auf 2.356 m Höhe benötigen wir eine gute Stunde.

Wir schnüren die Wanderschuhe und fahren mit der ersten Bahn auf den Teide hinauf zur  Bergstation auf 3.550 m Höhe. In nur wenigen Minuten werden wir über 1.200 m hinauf gefahren. Oben angekommen ist es ziemlich kalt – hier oben liegt bereits Schnee. Leider sind aus diesem Grunde auch sämtliche Wege gesperrt, so dass sich unser Besuch nur auf die Plattform beschränken muss. Der Ausblick auf die Kraterlandschaft ist zwar sehr schön, aber der Blick in die Ferne bleibt von Wolken verdeckt. Schade, hätten wir gewusst, dass man momentan gar keinen Weg gehen kann, hätten wir uns die 24,- € pro Person für die Seilbahnfahrt gespart.

Als wir wieder hinab fahren ist der Parkplatz voll, mindestens zehn Busse sind zu zählen und vor dem Kassenhäuschen hat sich eine lange Schlange gebildet – die Wartezeit beträgt mehr als eine Stunde. Insofern hatten wir Glück, andererseits hätten wir uns die Auffahrt bei dieser Wartezeit möglicherweise geschenkt.

Als wir Los Roques de Garcia ansteuern ist auch hier der Parkplatz noch leer. Die zerklüftete, bizarren Gesteinsformationen, die es hier zu sehen gibt, erinnern uns stark an Utah.

Wir folgen der ausgeschilderten Wanderstrecke, die uns um die Gesteinsformationen herum führt. Eine sehr schöne eineinhalbstündige Wanderung auf der uns kaum eine Menschenseele begegnet. Dafür erschließt sich uns die Farb- und Formvielfalt des schroffen Gesteins.

Los Roques de Garcia
Los Roques de Garcia - Teide Nationalpark

Als wir zum Ausgangspunkt zurückkehren sind auch hier inzwischen die Busladungen eingetroffen. Wir können nur jedem empfehlen, den Teide Nationalpark möglichst früh zu besuchen um die schöne Natur wenigstens ein wenig ungestört genießen zu können.

Wer den Gipfel des Teide erklimmen will, der muss sich zunächst eine schriftliche Erlaubnis im Nationalpark-Büro in Santa Cruz besorgen Der Aufstieg soll ziemlich beschwerlich sein und ist in der einfachsten Variante – wenn kein Schnee liegt – ab der Bergstation möglich, ansonsten von Montana Blanca (2.300 m Höhe) oder El Portillo (2.020 m Höhe) aus.

Nachdem wir vom Mirador Boca de Tance die schöne Aussicht genossen haben, fahren wir weiter in Richtung Vilaflor, biegen jedoch vorher in einen holprigen, ungeteerten Weg Richtung Paisaje Umar ein. Dem Weg folgen wir 6,5 km lang, stellen das Auto ab und wandern nach Parisaje Unar, einer Mondlandschaft aus Felsen. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die Aussichtsplattform und blicken auf die ungewöhnlich geformten Gesteinskegel aus erodiertem Tuffstein, die weiß aus der Landschaft heraus ragen. Wieder werden wir an unseren USA-Urlaub erinnert und die White Hoodoos. Gerne würden wir die Formationen aus der Nähe betrachten, haben aber leider keine entsprechende Wanderkarte zur Verfügung.

Parisaje Umar
Parisaje Unar

Auf dem Rückweg durch den Nationalpark halten wir noch an einigen Aussichtspunkten und sehen uns beispielsweise den wie ein Stöckelschuh geformten Zapato de la Reina (Schuh der Königin), das als Azulejos bekannte blaugrüne Gestein sowie von rot bis tief schwarz geformte Geröllwüsten aus Lavagestein an. Die farbenfrohe Vulkanlandschaft ist bemerkenswert und entfaltet ihre wahre Schönheit erst bei näherem Betrachten.

Der letzte Vulkanausbruch fand 1706 statt. Seitdem ruht einer der mächtigsten Vulkane, so dass sich Pflanzen ansiedeln konnten die einen schönen grünen Kontrast zum rot-schwarzen Gestein bieten.

 

Freitag, 04.01.2007  Puerto de la Cruz

Am heutigen Morgen ist es dicht bewölkt und die ersten Regentropfen lassen nicht lange auf sich warten. Den geplanten Strandtag können wir damit abhaken. Also legen wir einen Städtebesichtigungstag ein und fahren nach Puerto de la Cruz. Immerhin hängen die Wolken hier nicht ganz so dicht und ab und zu kommt ein wenig Sonne durch. Für kurze Zeit wird der Blick auf die Teide-Spitze frei, über Nacht ist hier noch mehr Schnee gefallen.

Die Brandung ist heute besonders stark. Im Meer leuchten weiße Schaumkronen in der Sonne und mit tosendem Gebrause zerschellen die meterhohen Wellen an der Kaimauer. Die Gischt spritzt einige Meter hoch. Ein tolles Naturschauspiel!

Santa Cruz de Tenerifa
Santa Cruz de Tenerifa

 

An der Küste gibt es zwei Meerwasserschwimmbecken, die heute natürlich geschlossen haben. Eins wurde ebenfalls von Cesar Manrique gestaltet.

Cesar Manrique - Meerwasserschwimmbecken
Cesar Manrique - Meerwasserschwimmbecken

Abgesehen von der ganz nett angelegten Promenade hat der Ort nicht viel zu bieten. Die Skyline erinnert an von uns gemiedene Orte an der Mittelmeerküste und die ganze Stadt (32.000 Einwohner) ist auf Tourismus ausgelegt.

Mittags sitzen wir in einem kleinen Lokal direkt an der Küste und beobachten das Meeresspektakel, was wir ziemlich faszinierend finden.

Nachmittags fahren wir wieder zurück und legen noch einen Stopp in La Laguna ein. Heute ist die Stadt etwas lebhafter und wir schlendern noch einmal durch die Altstadtgassen und schauen in einige Geschäfte hinein.

 

Samstag, 05.01.2007 Playa de las Teresitas

Leider ist heute unser letzter Urlaubstag und entsprechend wehmütig unsere Stimmung, die durch die Wolkendecke nicht wirklich gehoben wird.

Zunächst fahren wir Richtung Süden nach Guimar. Hier gibt es Pyramiden zu besichtigen. Nachdem wir im ersten Anlauf selbige verfehlt haben, weil wir diese freistehend in der Landschaft vermuteten, finden wir im zweiten Anlauf heraus, dass diese Bestandteil des Ethnografischen Museums sind. Da diese im Reiseführer nicht besonders erwähnt werden, sind sie uns 10,- € Eintritt nicht wert.

Immerhin ist es hier sonnig, so dass wir uns einen Strand suchen wollen. Wieder einmal müssen wir feststellen, das wir andere Vorstellungen von Badestränden haben. Auf unserer Karte sind zwar viele Strände an der Ostküste eingezeichnet, es handelt sich dabei aber in der Regel um flache, schmale Kiesstrände, die uns nicht wirklich ein erholsames Sonnenbad versprochen. Zudem ist es heute recht windig.

In Las Caletillas auf der halbwegs nett angelegten Promenade  suchen wir uns ein Sonnenplätzchen auf einer Bank. Direkt dahinter verläuft die Straße und daran reihen sich die Appartementhäuser aneinander. Ein Bild, das für Teneriffa mehr als typisch zu sein schein.

Später fahren wir an der Küste entlang nach Norden. In Playa de las Teresitas finden wir einen schönen künstlich aufgeschütteten Strand, der unseren Vorstellungen entspricht. Der helle, breite Sandstrand ist mit schattenspendenden Palmen versehen. Hier leihen wir uns zwei Strandliegen aus und genießen den Blick aufs Meer. Auch wenn immer wieder Wolken vor die Sonne ziehen gefällt es uns hier sehr gut.

Am späten Nachmittag fahren wir zurück zu unserem Quartier und packen unsere Koffer. Der Rückflug ist am nächsten Morgen auf 8:10 Uhr terminiert. Das bedeutet sehr frühes Aufstehen.

Den Urlaub möchten wir mit einem schönen Abendessen ausklingen lassen. Ganz in der Nähe liegt das Restaurant San Gonzalo. Wir haben keine Probleme einen Tisch zu bekommen, obwohl es bereits 20:00 Uhr ist, ist das Restaurant noch leer. Später gesellt sich noch eine Familie hinzu. Ansonsten ist man eifrig mit Tischerücken und Eindecken beschäftigt. Der 6. Januar (Heilige Drei Könige) ist auf den Kanaren ein hoher christlicher Feiertag und wird wie bei uns Heiligabend gefeiert.

Für unseren letzten Abend hätten wir uns etwas mehr Atmosphäre gewünscht. Dafür ist das Essen sehr gut und auch der regionale Wein schmeckt uns. Schade, dass die zwei Wochen schon wieder vorbei sind. Morgen geht es zurück ins winterliche Deutschland.

Letzte Aktualisierung: Januar 2008 - © Anke Schlingemann und Detlef Hälker

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