Sölden

Italien - Österreich

Gardasee - Verona - Brescia - Sölden

Gardasee - Norden

September 2015

  
GardaseeTorbole - Lazise - Sirmione - Desenzano - Limone
  
AusflügeArco - Brescia - Pinzolo - Verona

Der Gardasee ist der größte See Italiens und liegt zwischen den Alpen im Norden und der Po-Ebene im Süden. Der Norden des Sees gehört zur Region Trentino-Südtirol, der Westen zur Lombardei und der Osten zu Venetien.

Das nördliche Ufer des Sees ist von Zweitausendern umgeben, der höchste Berg ist der Monte Baldo. Das südliche Ufer liegt bereits in der Ebene. Die Seeumrundung beträgt auf der Gardesana beträgt ca. 160 Kilometer. Die zweispurige Uferstraße (Gardesana) führt die meiste Zeit nah am Ufer entlang. Rechts und links liegen häufig Hotels oder Restaurants. Zur Nebensaison ist das Verkehrsaufkommen erträglich. In der Hauptsaison geht es vermutlich noch langsamer voran.

Sonntag, 27.09.2015: Torbole

Über den Brenner erreichen wir nach 5,5 Stunden Fahrt das Nordufer des Gardasees. Das Dorf Nago-Torbole (Torbole 2.400 Einwohner) liegt in 150 m Höhe auf einem Felsplateau. Bei der Abfahrt genießen wir den ersten schönen Blick auf den See und den am Ufer gelegenen Ort Torbole. Im Hotel Lago di Garda quartieren wir uns für eine Nacht ein.

Torbole im Norden des Gardasees
Torbole

Starker Wind begleitet unseren Spaziergang entlang des Ufers. Surfschulen zeugen von den optimalen Bedingungen, die den kleinen Ort Torbole zu einem beliebten Surferparadies machen.

Der Ort besitzt zwei Häfen. Der kleinere liegt gegenüber des alten Ortskerns. Ein Zollhaus auf der Mole erinnert an die Grenze zwischen Österreich und Italien, die bis 1918 hier verlief.

Torbole am Gardasee - Zollhaus
Tobole - Zollhaus

In der kleinen Altstadt speisen wir in einer von Tripadvisor zu Recht empfohlenen Pizzeria namens "Al Porto".

 

Montag, 28.09.2015: Torbole - Lazise

Zunächst erkunden wir das Ostufer des Gardasees und folgen der schmalen Uferstraße. Ein Blick zurück auf das von Felsen eingerahmte Torbole zeigt noch einmal die schöne landschaftliche Kulisse. Wie ein versunkenes Schiff ragt der schräg geschichtete 367 m hohe Monte Brione im Hintergrund heraus.

Die kleinen Orte, die sich direkt am Ufer entlangziehen, wirken auf der Durchfahrt wenig einladend.

Als wir an Malescine können wir noch einen Blick auf die Burg erhaschen, die auf einem Felsen am Ufer trohnt.

Tagesziel ist der mittelalterliche Ort Lazise. Das gut geführte Hotel Guiletta & Romeo scheint uns für die nächsten zwei Nächte gut geeignet.

Lazise am Gardasee - Stadtmauer
Lazise - Stadtmauer

Die mittelalterlich anmutende Altstadt von Lazise (6.500 Einwohner) wird von einer intakten Stadtmauer eingerahmt und hat (autofrei) einen besonderen Charme. Besonders nett wirkt das kleine Hafenbecken am Piazza Vittorio Emanuele. Der schmale Glockenturm der romanischen Kirche San Nicolo (12. Jh.) ragt heraus. Im Innern wurden bei Restaurierungen einige Fresken entdeckt. Eine bunte Häuserzeile mit Cafés und Restaurants zieht sich am Hafen entlang. Die drei mittelalterlichen Stadttore der 1370 errichteten Stadtmauer sind ebenfalls noch gut erhalten.

Lazise am Gardasee - Hafen
Lazise - Hafen

In der Altstadt herrscht reges Treiben. Die schmalen Gassen laden zum Bummeln ein.

Abends speisen wir sehr gut auf der Terrasse des Restaurant Classique. Ein schönes Ambiente bietet die Jugendstilvilla mit tollen Mosaikböden und Stuckdecken.

 

Dienstag, 29.09.2015: Verona

Verona (270.000 Einwohner) liegt nur etwa 25 km vom Gardasee entfernt. Wir parken im Parkhaus an der Piazza Isola. Auf dem Weg zum Teatro Romano widmen wir der Kirche Santa Maria in Organo nur einen kurzen Blick und verpassen die im Reiseführer erwähnten einzigartigen Intarsienarbeiten des Chorgestühls.

Verona - Blick vom Castel S. Pietro
Verona - Blick vom Castel S. Pietro

Vom Teatro Romano sind nur ein paar Fundamente zu sehen. Lohnenswert ist der Aufstieg zum Castel S. Pietro, von wo man einen tollen Ausblick auf die Altstadtdächer hat. Über die steinerne Ponte Pietra überqueren wir den Etsch (Fiume Adige) und erreichen schon bald die Kathedrale S. Maria Matricolare. Diese beeindruckt durch den monumentalen Innenraum, der von diversen Epochen geprägt ziemlich uneinheitlich wirkt. Immerhin gibt es eine Darstellung der Himmelfahrt Mariens von Tizian zu bewundern. Sehr schön ist die kleine Taufkirche San Giovanni in Fonte, die über die Apsis zu erreichen ist. Das achteckige Taufbecken wurde aus einem Marmorblock gefertigt. Ebenfalls bemerkenswert ist das Hauptportal.

Verona - Portal der Kathedrale S. Maria Matricolare
Verona - Portal der Kathedrale S. Maria Matricolare

Als nächstes erreichen wir den Piazza dei Signori. Schöne Paläste Rahmen den Platz ein. Im Antico Caffe Dante - dem ältesten der Stadt - genießen wir das bunte Treiben bei einem Cappuccino.

Ein Blick in den von Arkaden eingerahmten Innenhof des Palazzo del Comune lohnt sich. Auffällig ist die imposante Freitreppe aus Marmor.

Verona - Piazza delle Erbe
Verona - Piazza delle Erbe

Noch besser gefällt uns der angrenzende Piazza delle Erbe. Der ehemalige Blumen- und Gemüsemarkt hat seinen Charme trotz des eher touristischen Angebots nicht verloren. Schöne Häuserfassaden rahmen den länglichen Platz ein. Der Torre dei Lamberti überragt das Ensemble und soll einen schönen Ausblick bieten.

Verona - Casa di Guilietta
Casa di Guilietta - Balkon

Einen Abstecher zum Casa di Guilietta lassen wir uns nicht entgehen und sehen uns den berühmten Balkon an. Die Fassaden des Innenhofs sind von Liebesbekundungen übersät. Inzwischen wurden hierfür eigens Briefkästen aufgestellt. Bei Liebeskummer scheint dies eine beliebte Adresse zu sein. Noch heute beantworten 14 Veroneserinnen im Dienste von Shakespeares Julia ehrenamtlich rund 7.000 mal im Jahr die eingehende Briefe und E-Mails.

Arena von Verona
Arena von Verona

Von dem schön anmutenden und lebhaften Piazza Bra hat man einen tollen Blick auf die zweigeschossigen Arkadenreihen der Arena. Von deren Besichtigung sind wir weniger angetan. Noch heute finden 15.000 Zuschauer auf den 44 Stufenreihen platz. Ohne Aufführung und Kulisse wirkt der ellipsenförmige Innenraum weniger spektakulär und abgesehen von den darunter liegenden Gängen gibt es nicht viel zu sehen.

Bombastisch wirkt der Festungsbau Castelvecchio. Zahlreiche Zinnen krönen die dicken Wehrmauern. Imposant wirkt auch die steinerne Ponte di Castelvecchio. Am Ufer der Etsch entlang gehen wir zur etwas abseits gelegenen Basilika San Zeno Maggiore. Ein Glockenturm und ein zinnenbekrönter Wehrturm flankieren die als eine der schönsten romanischen Kirchen Norditaliens gepriesene Basilika. Das hohe Mittelschiff wird von einer ungewöhnlichen Holzdecke überdacht. Neben einem Muttergottesbild des Renaissancemalers Andrea Mantegna ist ebenfalls der lachende Zeno sowie der wunderschöne Kreuzgang sehenswert. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Bronzetür des Hauptportals (nur von Innen zu besichtigen).

Basilika San Zeno Maggiore in Verona
Basilika San Zeno Maggiore

Mit der Besichtigung der Kirche San Fermo Maggiore beenden wir unser Besichtigungstour. Die Doppelkirche hat eine lange Geschichte zu bieten. Ungewöhnlich ist die Holzdecke in Form eines umgedrehten Schiffskiels, in der zahlreiche Bildnisse verewigt sind. Über einen Seitengang erreicht man die kleine Unterkirche.

Abends speisen wir typisch italienisch im Restaurant Greppia in der Nähe des Piazza delle Erbe.

 

Mittwoch, 30.09.2015: Sirmione - Desenzano

Einer der beliebtesten Orte am südlichen Gardasee ist Sirmione (2.700 Einwohner). Dieser liegt auf einer schmalen Landzunge, die 3,5 km in den See hineinragt. Selbst in der Nebensaison ist der einstige Fischerort von Touristenströmen geprägt. Durch ein massives Stadttor gelangt man in die autofreie Altstadt, aus der bereits von weitem sichtbar die zinnenbekrönten Türme der Skaligerburg aus dem Jahre 1.250 herausragen.

Skaligerburg auf der Halbinsel Sirmione
Skaligerburg auf der Halbinsel Sirmione

Über schmale Altstadtgassen erreichen wir den mit Olivenbäumen und Zypressen bewachsenen grünen Hügel des Parco Pubblico. Kurz dahinter erscheint in exponierter Lage die Einzäunung des noblen Hotels Villa Cortine. Gegenüber steht die Villa, die einst Maria Callas gehörte.

 

Die Boiola-Quelle, die am Ostufer in 19 m Tiefe entspringt, wurde bereits zur Römerzeit genutzt. Die Grotten von Catull lassen die Geschichte des stattlichen römischen Gästehauses (die Anlage umfasste 20.000 qm) eher erahnen. Heute sind hiervon nur noch von Olivenbäumen überwucherte Ruinen erhalten.

Grotten von Catull in Sirmione

Grotten von Catull

In der kleinen Kirche San Pietro können noch einige Fresken bewundert werden.

Uns reicht der Eindruck unserer Stippvisite, zumal die Touristenströme zur Mittagszeit zugenommen haben und sich bereits eine Autoschlange vor der Parkplatzeinfahrt gebildet hat. Dieser sicherlich einst schöne Ort wirkt auf uns nur noch wie ein Massentourismusziel mit einigen Andenkenläden und Billigrestaurants.

Wir steuern Desenzano an, mit 27.000 Einwohnern die größte Stadt am Gardasee. Im Hotel Lido International beziehen wir ein Zimmer mit kleiner Terrasse zum See. Schade, dass das Wetter nicht mitspielt und die Bewölkung eher für herbstliche Temperaturen sorgt.

Desenzano - Alter Hafen mit Steinbrücke
Desenzano - Alter Hafen mit Steinbrücke

Sehr nett wirkt der alte Hafen. Eine kleine Steinbrücke trennt das Hafenbecken vom großen Hafen.

Der Duomo Santa Maria Maddalena hat immerhin eine Darstellung des letzten Abendmahls von Giambattista Tiepolo zu bieten. Die Stadt wird von einer Burg aus dem 9. Jahrhundert überragt. Ansonsten rühmt sich die Stadt wegen ihrer Einkaufsmöglichkeiten.

Abends speisen wir sehr gut in der Weinbar L8 in der Via Nazario Sauro.

 

Donnerstag, 01.10.2015: Brescia – Limone

Obwohl Brescia nur etwa 25 km vom Gardasee entfernt liegt, verirren sich nicht viele deutsche Gardasee-Touristen hierher. Dabei hat der Ort neben einer UNESCO Weltkulturerbestätte eine Menge zu bieten.

Am Piazza Paolo VI stehen der alte Dom (Duomo Vecchio) und die Kathedrale des Duomo Nuovo nebeneinander. Außergewöhnlich ist nicht nur die Form der Rotunde des romanischen alten Doms, der im 11. Jahrhundert auf den Resten einer Basilika errichtet wurde. Bemerkenswert sind ebenfalls einige frühchristliche Mosaiken und die Krypta unterhalb des Chors. Im Innern im Renaissance-Stil eher schlicht, hat der neue Dom eine eindrucksvolle spätbarocke Fassade. Eine Gedenkstätte erinnert an den Besuch von Papst Paul VI im Jahre 1973. Bemerkenswert ist die Ausschmückung der Kuppel. Außerdem zu sehen ist

Piazza Paolo VI:Duomo Vecchio und Duomo Nuovo
Piazza Paolo VI: Duomo Vecchio und Duomo Nuovo

der Brolleto, der älteste öffentliche Palast der Stadt, der mit seinem Turm und einer Loggia beeindruckt.

Piazza della Loggia
Piazza della Loggia - Torre dell' Orologia

Als schönster Platz der Stadt gilt der Piazza della Loggia. Das namensgebende schöne Renaissance-Gebäude beherrscht den Platz. Aber auch die eleganten Laubengänge und der Torre dell' Orologia an der Ostseite verdienen Beachtung.

UNESCO Weltkulturerbe

Neben vielen Palästen und Kirchen unterschiedlichster Epochen gibt es noch die Reste eines römischen Tempels. Absolutes Highlight ist das Städtische Museum Santa Gulia (seit 2011 UNESCO Weltkulturerbe). In einer ehemaligen Klosteranlage führt eine bemerkenswerte Ausstellung auf 14.000 qm durch die Geschichte von der Urzeit bis zur Gegenwart. So wurden bei Ausgrabungen Wohnungen aus der Römerzeit mit teilweise noch erhaltenen Mosaikböden und Resten von Wandmalereien freigelegt. Auch eine lombardische Basilika mit Fresken gehört, neben etwa 11.000 Exponaten zur Ausstellung.

Städtische Museum Santa Gulia - Römisches Haus
Städtisches Museum Santa Gulia - Römisches Haus

Zurück am Gardasee steuern wir zunächst Gardona Riviera an. Entlang der engen Uferstraße lässt sich kaum der Reiz dieses Ortes erkennen. Zahlreiche Hotels liegen direkt an der Gardesana. Bei einem kurzen Stopp erhaschen wir einen Blick auf die kurze Seepromenade, die im Wesentlichen vom Grand Hotel dominiert wird.

Von Gargano aus führt die Gardesana an steilen Felswänden vorbei. Erst 1931 wurde die spektakuläre Westuferstrasse in die senkrecht ins Wasser stürzenden Felswände gesprengt und verbindet nun mit 74 Tunneln und zig Brücken das Westufer mit dem Norden. Entsprechend gibt es nur wenige kleine Ortschaften und Hotels.

Am späten Nachmittag erreichen wir Limone und finden ein etwas abseits gelegenes Hotel. Direkt am Felsen gelegen führen die Altstadtgassen hinab zur Uferpromenade. Die Tagestouristen, die Limone mit dem Schiff ansteuern, haben das Städtchen schon wieder verlassen. So genießen wir den Bummel durch die schmalen Altstadtgassen und essen abends in einem kleinen, traditionellen Lokal.

Limone
Limone

Freitag, 02.10.2015 Limone - Arco - Pinzolo - Sölden

Bei bewölktem Himmel und noch vor dem vorhergesagten Regen verlassen wir den Gardasee.

Schon von Weitem ist der glatt geschliffene Burgfelsen von Arco zu sehen. Leider haben wir Pech und die beiden in unserem Dumont Kunstführer erwähnten Kirchen Sant'Apollinare und San Rocco sind beide geschlossen. An erstgenannter können wir immerhin ein Abendmahl-Fresko an der überdachten Außenmauer bewundern und erhaschen durch kleine Fenster einen Blick in den freskierten Innenraum.

Arco - Burgfelsen
Arco - Burgfelsen

Weitere Fresken erwarten uns an der Friedhofskirche San Vigilio in Pinzolo. Zwei Freskenfriese befinden sich an der südlichen Außenwand. Schlecht erhalten ist die Darstellung der "Sieben Todsünden", umso eindrucksvoller ist die Abbildung des "Totentanz" aus dem Jahre 1539.

Friedhofskirche San Vigilio in Pinzolo - Totentanz
Friedhofskirche San Vigilio in Pinzolo - Totentanz

Inzwischen hat uns der Regen erreicht. So setzen wir unsere Fahrt nach Sölden in Österreich fort.

Beeindruckend ist die Fahrt über die Timmelsjoch Hochalpenstrasse, die durch das Ötztal führt. Mit 2.509 m Höhe einer der höchsten befahrbaren Pässe Europas.

Sölden erreichen wir am späten Nachmittag. In der Touristeninfo erkundigen wir uns nach Quartieren und Wandermöglichkeiten. Viele Hotels öffnen erst mit Beginn der Skisaison wieder, so dass die Auswahl an Hotels eingeschränkt ist. Im etwas abseits und über dem Ort gelegenen Alpengasthof Grüner ergattern wir ein Zimmer. Im modernen Wellnessbereich finden wir bei Saunagängen und einladenden Ruheräumen noch etwas Entspannung, bevor wir zu Abend essen.

 

Samstag, 03.10.2015 Sölden - Ötztaler Gletscherstraße - Schwarze Schneide - Längenfeld

 

Sölden liegt auf 1.377 m Höhe und bietet viele Wandermöglichkeiten. Wir starten direkt vom Hotel und steuern die Rettenbach Alm an. Leider ist auf halber Strecke der Wanderweg wegen Pistenarbeiten gesperrt. Wir finden dennoch den Weg zur Mittelstation der Gaislachkogl-Bahn. Auf der Terrasse genießen wir noch etwas den schönen Blick und die Sonne, bevor wir mit der Bahn wieder ins Tal fahren.

Im Hotel-Paket ist ebenfalls die Ötztal Premium Card enthalten, mit der wir u.a. kostenlos sämtlich Bergbahnen des Gebiets nutzen können.

Sölden ist insbesondere als Skigebiet bekannt. Mit den beiden Gletschern Rettenbach und Tiefenbach gibt es in dem auf bis zu 3.340 m Höhe gelegenen Skigebiet von Oktober bis Mai Schneegarantie. Die Sonne setzt sich immer mehr durch und verleitet uns, über die 15 km lange Ötztaler Gletscherstraße zu den Gletschern hinaufzufahren.

Sölden - Auffahrt - Ötztaler Gletscherstraße
Bergpanorama von der Schwarzen Schneide bei Sölden

Die Skisaison wurde heute eröffnet. Entsprechend können wir mit einer Gondelbahn auf die Schwarze Schneide hochfahren. Auf 3.340 m Höhe laufen wir durch den Schnee und genießen ein beeindruckendes Bergpanorama. Dabei können wir den Ski- und Snowboard-Fahrern bei ihren Abfahrten zusehen.

Zurück an der Talstation fahren wir mit dem Auto noch weiter hinauf und erreichen nun Europas höchsten Straßenpunkt (rund 2.800 m über NN) einen weiteren Superlativ dieser Region.

Durch einen 1,7 km langen Tunnel - auf 2.800 m über NN der höchste Straßentunnel der Alpen - erreichen wir das Skigebiet am Tiefenbach Gletscher. Mutmaßlich wird der Ausblick von hier nicht spektakulärer sein, so dass wir kein weiteres Mal hochfahren.

Schließlich möchten wir auch noch der Aqua Dome Therme in Längenfeld (der Eintritt ist ebenfalls in der Premium Card enthalten) einen Besuch abstatten. Ein weiterer Superlativ, handelt es sich doch um Tirols größte Wasserwelt. Im 34 - 36 Grad warmen Thermalwasser lässt sich in einem der Außenbecken angenehm die schöne Berglandschaft genießen. Im Hintergrund erhebt sich spektakulär eine Hängebrücke, deren Erkundung wir uns für den nächsten Tag aufsparen.

Sonntag, 04.10.2015 Längenfeld - Stift Stamm im Inntal - Lindau

Erfreulicherweise wird uns heute noch etwas Sonnenschein geboten. Ideal für eine Wanderung von Längenfeld zur Hängebrücke. Nach einstündigem Aufstieg erreichen wir diese.

Hängebrücke in Längenfeld
Hängebrücke in Längenfeld

Die 220 m über dem Talboden hängende, 84 m lange Brücke besteht aus 18.000 Einzelteilen und kann ca. 525 Personen tragen. Zur Befestigung der Brücke wurde bis zu 15 m in den Fels gebohrt.

Zurück in Längenfeld genießen wir noch einen Cappuccino, bevor wir die Heimfahrt antreten.

Ein kurzer Abstecher gilt dem Stift Stams im Inntal. Eine kolossale Anlage mit diversen Nebengebäuden im hervorragendem Zustand und zum Teil als Gymnasium genutzt. Insbesondere der Innenraum der barocken Stiftskirche aus dem 18. Jahrhundert ist eine Augenweide. Das noch in Betrieb befindliche Stift ist leider nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen.

Stift Stams im Inntal
Stift Stams im Inntal

Vor dem Fernpass hat sich trotz Nebensaison ein Stau gebildet. Wir entscheiden und für eine Routenänderung und fahren über Bregenz. Die Fahrt durch Vorarlberg bietet uns bei strahlendem Sonnenschein ein wunderbares Bergpanorama. Ein paar weiße Flecken zeugen von dem ersten Schneefall.

Auf dem Rückweg legen wir noch einen Stopp in Lindau am Bodensee ein. Bei Sonnenschein laufen wir die Promenade entlang und genießen den Blick auf den See, bevor wir die letzte Etappe unseres Rückwegs meistern.

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