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Rundreise
Österreich - Slowenien - Italien

Österreich blank
Salzburger Land: Werfen / Eisriesenwelt
St. Veit im Pongau

St. Johann - Liechtensteinklamm
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Slowenien Bled
Triglav-Nationalpark: Vintgar-Schlucht - Pokljuka-Schlucht - Bohinjsko Jezero
Ljublijana
Postojnska Jama
Lipica
Skocjanske Jama
Piran
Hrastovlje
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Italien
Südtirol & Friaul
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Dolomiten / Grödner Tal: Wolkenstein - St. Ulrich / Seiser Alm
Erdpyramiden (Klobenstein bei Bozen)

 

Montag, 27.7.2009 Salzburger Land: Werfen / Eisriesenwelt – St. Veit im Pongau

Das frühe Aufstehen fällt uns zwar etwas schwer, doch wir haben ein Ziel vor Augen. Etwa 400 km sind es von Stuttgart bis nach Werfen im Salzburger Land. Die Fahrt versüßen wir uns mit Liedern von Katie Melua und lassen das gestrige Konzert anlässlich der JazzOpen in Stuttgart noch einmal Revue passieren. Unsere Rechnung, München noch vor dem Berufsverkehr zu passieren, geht leider nicht ganz auf; woran nicht zuletzt die endlosen Baustellen schuld sind. Nach 4 1/2 h Fahrt kommen wir in Werfen an. Zunächst werden wir von der über der Stadt thronenden Burg Hohenwerfen begrüßt.

Burg Hohenwerfen
Burg Hohenwerfen

Wenig später haben wir die kurvenreiche Auffahrt gemeistert und erreichen die Eisriesenwelt*. Die zahlreich angelegten Parkplätze zeugen davon, welche Besuchermassen hier abgefertigt werden können. Am heutigen Tag ist der Andrang noch überschaubar. Nachdem wir uns im relativ neuen Besucherzentrum Eintrittskarten inklusive einer Berg- und Talfahrt (19,00 € pro Person) gekauft haben, müssen wir erst einmal eine Viertelstunde zur Wimmer-Hütte (1.080 m) wandern und dabei 80 Höhenmeter überwinden. Eine Seilbahn bringt uns anschließend in nur 3 Minuten zum Dr. Oedl-Haus (1.575 m) hinauf. Es folgt ein weiterer 15minütiger Weg zum Höhleneingang, der sich auf 1.641 m befindet. Der nicht ganz unanstrengende Anstieg wird durch herrliche Ausblicke in das Salzachtal und auf die Burg versüßt.

Eingang Eisriesenwelt in Werfen / Salzburger Land
Eingang zur Eisriesenwelt in Werfen

Nach kurzer Wartezeit beginnt die einstündige Führung durch die Eisriesenwelt. Zunächst werden Karbid-Lampen an einige Teilnehmer verteilt, denn die Höhle wird nicht elektrisch beleuchtet. Die mit rund 30.000 qm größte Eishöhle der Erde befindet sich im zerklüfteten Kalkmassiv des Tennengebirges und umfasst ein über 40 km langes Höhlensystem. Für Besucher ist allerdings nur der von Eis bedeckte ca. 1 km lange Teil im Rahmen einer Führung zugänglich. 1879 wurde die durch einen unterirdischen Fluss geschaffene Höhle entdeckt. Beim Betreten der Schauhöhle wird man zunächst von einem eisigen Wind erfasst, der aber bereits nach 2 m nachlässt. In der Höhle herrschen im Sommer konstant 0 Grad Celsius. Durch das Eindringen der kalten Luft wird im Winter der tiefer gelegene Teil der Höhle unterkühlt. Dadurch gefriert das im Frühjahr einsickernde Schmelzwasser und schafft ungewöhnliche Eisfiguren. Ein gut ausgebauter Weg führt größtenteils über Holztreppen an den Eisgebilden vorbei, wobei weitere 134 Höhenmeter (ca. 700 Stufen) zu meistern sind. Einen unterirdischen Gletscher und skurrile Eisformationen finden wir durchaus faszinierend; der Funke springt bei der Führung mit einer viel zu großen Gruppe jedoch leider nicht über. Sicherlich ist auch die eher dürftige Ausleuchtung mit Hand-Karbidlampen ein Grund dafür, dass sich uns die wahre Schönheit nicht erschließt.

Auf der Terrasse des Bergrestaurants wärmen wir uns von der Sonne wieder auf und geniessen bei Almdudler und Johannisbeerschorle den herrlichen Ausblick in das Salzachtal.

Salzachtal
Salzachtal

Ursprünglich wollten wir im 20 km entfernt liegenden Städtchen Sankt Johann übernachten, sind aber bei der Durchfahrt weniger begeistert, so dass wir uns schließlich im etwas höher gelegenen Nachbarort Sankt Veit im Pongau ein Quartier suchen. Im nett gelegenen Landhaus Empl hat man noch ein Zimmer mit einem schönen Ausblick auf die Berge für uns.

Das tolle Wetter und die unglaubliche Fernsicht laden zu einer Wanderung ein. Uns wird ein Weg empfohlen, der bei der auf 1.244 Höhenmeter gelegenen Hubertuskapelle beginnt. Durch den Wald führt der Weg zunächst bergauf, um sich später wieder sanft herab zu schlängeln und einen tollen Blick auf sattgrüne Wiesen und die einrahmende Bergsilhouette bietet. Nach einer Stunde erreichen wir die bewirtschaftete Pronebenalm, wo wir bei einer erfrischenden Buttermilch den Ausblick auf die an die Dolomiten erinnernde Bergwelt geniessen.

Salzburger Land - Sankt Veit im Pongau
Bergwelt im Pongau / Salzburger Land

Sehr gut gefällt uns die einladend angelegte Wander Ruheoase, die wir auf dem Rückweg ausprobieren. Abends findet im Landgasthaus ein zünftiger Grillabend statt. Der Wirt greift dabei zur Ziehharmonika und gibt Volksmusik zum Besten. Wer es mag !? zuruek


Dienstag, 28.07.2009 Salzburger Land: Liechtensteinklamm / Slowenien: Bled

Vom Regen werden wir am Morgen geweckt. Die gegenüber aufragenden Bergsilhouetten sind in Nebel gehüllt. Doch schon als wir am Frühstückstisch sitzen erleben wir, wie schnell sich das Wetter in den Bergen ändern kann. Langsam steigt der Nebel aus dem Tal auf. Nur wenige Kilometer von Sankt Johann entfernt liegt die Liechtensteinklamm***. Die Wassermassen lassen zu dieser Jahreszeit nur erahnen, welche Kraft sie haben. Doch der heute weniger brausende Grossarlbach hat hier eine großartige bis zu 300 m tiefe Felsschlucht geschaffen.

Liechtensteinklamm / Salzburger Land / Sankt Johann Liechtensteinklamm / Salzburger Land / Sankt Johann
Liechtensteinklamm bei Sankt Johann im Salzburger Land

Ein geniales Naturschauspiel, die Besichtigung können wir nur empfehlen. Am Ende der Wanderung durch die Klamm mit beeindruckenden Einblicken in die Naturgewalten wird man mit dem Anblick eines 60 m hohen Wasserfalls belohnt. Erfreulicherweise konnten wir zu relativ früher Stunde (09:30 h) die Klamm ohne größere Menschenmassen geniessen, auf dem Rückweg kommen uns in Kolonnen die Besucher entgegen. In Sankt Johann sehen wir uns noch die wegen ihrer besonderen Raumwirkung bekannte Pfarrkirche Sankt Johannes an, die uns jedoch weniger begeistert. Nun geht es weiter nach Slowenien.zuruek

+ + + + + + Slowenien + + + + + +

Slowenien ist mit 20.273 qm nur wenig grösser als Hessen und hat gerade einmal zwei Millionen Einwohner, davon fast 90 % Slowenen. Die Ausdehnung des Landes misst von Westen nach Osten 250 km und von Norden nach Süden gerade mal 120 km.

Insbesondere die abwechslungsreiche Natur machen den besonderen Reiz des Landes aus. Es gibt die Gebirgszüge der Julischen Alpen mit knapp 3.000 Meter hohen Gipfeln, die Gebirgskette der Karawanken, eine Mittelgebirgslandschaft der Voralpen, die zentral gelegenen Karstlandschaften sowie eine (wenn auch kleine) Mittelmeerküste mit mediterranem Hinterland. Mit 54 % Waldanteil ist Slowenien eines der waldreichsten Länder Europas. In der ursprünglichen Natur findet man viele bei uns bereits ausgestorbene Tiere, so auch Luchse und etwa 500 Braunbären. Slowenien gehört seit 2007 zur EU und wird von Österreich, Ungarn, Italien und Kroatien eingefasst.

Zu unserem Tagesziel Bled sind es nur 185 km. Kaum merklich passieren wir die ehemalige Grenze. Lediglich eine Mautstation ist übrig geblieben und die Alpenlandschaft setzt sich fort.

Der berühmteste und mondänste Kurort Sloweniens (6.800 Einwohner) liegt, von Bergen eingerahmt, romantisch an einem Badesee. Erfreulicherweise ist das Ufer nicht so stark bebaut. Überall findet man Abschnitte mit Badewiesen und Bäumen und nur eine Seeseite ist mit dem Auto zu befahren. Neben einigen teilweise schön restaurierten gibt es zahlreiche Villen, die eher einen morbiden Charme ausstrahlen; und von der sozialistischen Bauweise gibt es ebenfalls noch zahlreiche Beispiele.

Zunächst machen wir uns auf Quartiersuche. Dabei stellen wir fest, dass sich offensichtlich jede Reiseagentur Tourist Service nennen darf und häufig eine veränderte Form des bekannten "i" einsetzt. Nachdem wir die offizielle Touristeninfo nicht gefunden haben machen wir uns mit einigen im Vorfeld herausgesuchten Adressen selbst auf den Weg. Schnell lernen wir, dass "Sobe" Zimmervermietung heißt. Die beiden ersten Zimmer mit Badezimmer auf dem Gang sind uns etwas zu einfach, doch im dritten Anlauf finden wir ein ruhig gelegenes, akzeptables Apartment, was für 2 Nächte vermietet wird. Wir stellen unser Gepäck ab und fahren an den See. Einen Parkplatz zu finden stellt ein größeres Problem dar. Schließlich parken wir an einem Einkaufszentrum, obwohl hier nur ein Stunde kostenlos geparkt werden darf. Am Seeufer suchen wir uns eine Bank und stärken uns bei einem Picknick.

Bleder See / Slowenien
Gondeln am Bleder See

Mit Blick auf den idyllischen See stellt sich das Urlaubsgefühl ein. Im Wechselspiel mit einigen Wolken kommt immer wieder die Sonne durch. Auf dem kristallklaren Bergsee, der offensichtlich nicht von Motorbooten befahren werden darf, sind einige Gondeln unterwegs. Ziel ist die im See gelegene Insel, auf der sich eine Wallfahrtskirche befindet. Das Baden im 145 ha großen See ist aufgrund heißer Thermalquellen von Mai bis September möglich. Die Karawanken und die Julischen Alpen halten die kalten Bergwinde fern. Am Nordufer thront auf einer Felskanzel etwa 100 m über dem See die gut erhaltene Bleder Burg, die wir als nächstes ansteuern.

Bleder Burg
Bleder Burg oberhalb des Bleder Sees

Wieder einmal sind rund 130 Höhenmeter zu meistern. Die 7 € Eintritt für die Burgbesichtigung sind uns zu viel, da wir eigentlich nur den Ausblick geniessen wollen. Statt dessen folgen wir einem Trampelpfad, der hinter dem Parkplatz beginnt. Hier erschließt sich uns ein großartiger Ausblick auf den See und die kleine Insel mit der Wallfahrtskirche.

Blick von der Bleder Burg auf den Bleder See mit Wallfahrtskirche
Blick von der Bleder Burg auf die Wallfahrtskirche im Bleder See

Am Seeufer geniessen wir in einer sehr modernen Strandbar eine kühle Erfrischung, bis uns die aktiv werdenden Mücken zu sehr nerven, auch wenn diese im Augenblick nicht stechen sollen. In unserer Unterkunft machen wir uns kurz frisch und starten zum etwa 8 km entfernten Ort Radovljica. Hier soll es im Restaurant Gostilna Lectar am barocken Hauptplatz beste slowenische Küche geben. Als wir den Namen Gostilna entdecken, meinen wir unser Ziel erreicht zu haben. Beim Lesen der Speisekarte haben wir allerdings das Gefühl, als hätte der Besitzer gewechselt, denn das Angebot ist eher als international zu bezeichnen. Mit dem Essen sind wir jedoch zufrieden. Die Beschreibung einer barocken Altstadt lässt uns allerdings keine Ruhe und wir versuchen, selbige auch zu finden. Dies gelingt uns wenig später. Die Altstadt des kleinen Ortes überrascht mit schönen, teilweise noch bemalte Häusern und strahlt einen leicht morbiden Charme aus, der uns gut gefällt. Betrachtet man die Altstadt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Rund um den Marktplatz gruppieren sich Bürgerhäuser, die auf früheren Wohlstand schließen lassen. (Natürlich ist auch das eigentlich gesuchte Restaurant nicht weit - wir haben inzwischen verstanden, dass Gostilna nichts anderes als Restaurant heißt und der zusätzliche Name bei der Suche entscheidend ist). zuruek

Mittwoch, 29.07.2009 Triglav-Nationalpark: Vintgar-Schlucht - Pokljuka-Schlucht

Der heutige Morgen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Nachdem wir auf dem Balkon gefrühstückt haben fahren wir zur ca. 6 km entfernt liegenden Vintgar-Schlucht im Triglav-Nationalpark. Der einzige Nationalpark Sloweniens wurde bereits 1924 gegründet. Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass man, will man Bustouristen meiden, hier früh sein sollte. Um 8:45 h -was wir relativ früh finden- ist zwar erst ein Pkw dort, dafür jedoch leider bereits zwei Busse. Ein gut ausgebauter Weg führt entlang des Flusses Radovna. Dieser ist hier ziemlich reißend und verläuft mit Stromschnellen und kleinen Wasserfällen durch die stellenweise bis zu 300 m hohe Felsenklamm. Nach etwa 2 km erreicht man den mit 13 m höchsten Wasserfall der Klamm.

Wasserfall in der Vintgar-Schlucht / Triglav Nationalpark
Vintgar-Schlucht im Triglav Nationalpark

Dahinter öffnet sich die Schlucht und kurz darauf passiert man einen Kiosk. Für die meisten Besucher endet hier mit dem Kauf von Souvenirs die Wanderung in die Klamm. Wir folgen dem Weg, der nach Sv. Katarina / Bled ausgeschildert ist. Nun geht es leicht bergauf in den Wald. Nach einer guten halben Stunde haben wir die Kirche Sventa Katarina erreicht. Die Aussicht in das Save-Tal und auf die Karawanken mit dem 2.236 m hohen Stol ist sehr schön.

Sventa Katarina / Vintgar Schlucht
Sventa Katarina mit Ausblick auf das Save-Tal und die Karawanken

Auch die Bleder Burg ist zu sehen, deren Felsen leider den Blick auf den See versperrt. Durch den Wald geht es auf schmalem Pfad zurück zum Parkplatz.

Eine weitere Schlucht gibt es über dem Dorf Krnica. Diese ist weit weniger frequentiert, lediglich ein paar Autos stehen auf dem Parkplatz der Pokljuka-Schlucht, die schwer zu finden ist. Die Schlucht ist etwa 2 km lang. Nach einer teilweise kletterreichen Strecke durch den Wald sehen wir die ersten bis zu 40 m hohen Kalksteinfelsen aufragen. Bemerkenswert ist eine natürliche Steinbrücke und diverse Höhlen.

Pokljuka-Schlucht - Steinbrücke
Pokljuka-Schlucht - Steinbrücke

Über eine am Fels angelegte Galerie gehen wir durch die engste Stelle der Schlucht. Diese wenn auch recht kurze Wanderung gefällt uns sehr gut.

Zurück in Bled machen wir uns zu einer Seeumrundung auf. Der ca. 6 km langer gut ausgebaute Weg ist sehr beliebt. Nur kurze Strecken sind direkt an der Straße. Rund um den See gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten. Sehr schön ist der Blick auf die Marieninsel, die sich vom türkisfarbenen Wasser abhebt und bei der Umrundung immer wieder neue Anblicke bietet.

Marieninsel mit Wallfahrtskirche im Bleder See
Marieninsel mit Wallfahrtskirche im Bleder See

Ein Besuch der Insel darf bei einem Bled-Besuch natürlich nicht fehlen. Am späten Nachmittag lassen wir uns von einer plentja (Gondel) zur Insel bringen. Über 99 Stufen gelangen wir zum Kirchplatz. Highlight der Insel ist die Marienkirche in der sich eine sogenannte Wunschglocke befindet. Wünsche haben wir genug und so ziehen auch wir am Seil und lassen mit dem Glockenklang einen unserer Wünsche hoffentlich in Erfüllung gehen. Abends speisen wir mit See- und Straßenblick im Restaurant der Pension Milo, sind allerdings sowohl vom Service als auch von der Qualität des Essens enttäuscht. zuruek

Donnerstag, 30.07.2009 Triglav Nationalpark: Bohinjsko Jezero - Ljubljana

Wieder werden wir von Sonnenschein verwöhnt. Wir fahren erneut in den Triglav Nationalpark. Unser erstes Ziel ist Sloweniens größter permanenter See Bohinjsko Jezero (Wocheiner See), etwa 25 km von Bled entfernt. Bei der Anfahrt blicken wir auf einige wolkenfreie Gipfel. Der smaragdgrüne, glasklare See liegt malerisch zu Füssen der begrünten Gebirgsausläufer und wird von über 2.000 m hohen Bergen eingerahmt.

Bohinjsko Jezero (Wocheiner See) - Triglav Nationalpark
Bohinjsko Jezero - Triglav Nationalpark

Gespeist wird der See von der Quelle der Savica. Ein beliebtes Ziel für Wassersportler, die mit Kanus und Paddelbooten bereits am Morgen den Gebirgssee erkunden. Zunächst steuern wir den westlich des Sees gelegenen Savica-Fall an. In Serpentinen schlängelt sich ein gut ausgebauter Waldweg den Berg hinauf. Nach 20 minütiger Wanderung erreichen wir die Aussichtsplattform. Aus 78 m Höhe tost der Wasserfall aus dem Berg kommenden herab. Zusammen mit einem zweiten nur 25 m hohen bildet er eine A-Formation.

Savica-Fall - Triglav Nationalpark
Savica-Fall - Triglav Nationalpark

Wir fahren zurück an den See und geniessen bei einem kleinen Picknick die Sonne. Später schauen wir uns natürlich noch den Hauptort Ribcev Lav an. Nur die gotische Johanniskirche steht am Ufer, alle übrigen Gebäude wurden abseits des Sees angesiedelt. Der Kirchturm ist schon von Weitem zu sehen.

Ribcev Lav Johanniskirche
Ribcev Lav - Johanniskirche am Bohinjsko Jezero

Leider ist diese mittags geschlossen und uns bleiben die Fresken aus dem 14. Jh. verborgen. Erwähnenswert ist ebenfalls die alte Steinbrücke sowie das Bronzedenkmal der Vier Beherzten. Von dieser kleinen Grünanlage hat man einen sehr schönen Blick auf die Gipfel, darunter auch der mit 2.864 m höchste Berg des gleichnamigen Triglav Nationalparks. zuruek

Damit verlassen wir diese naturverwöhnte Gegend, um weiter nach Ljubljana** zu fahren. An einer Tankstelle erstehen wir noch eine Vignette; die Nutzung der Autobahn ist gebührenpflichtig. Nach etwa 80 km erreichen wir die Landeshauptstadt. Bei der Einfahrt zeigt sich die durch die alte sozialistische Bauweise hässlich geprägte Stadt. Sehr viel schöner wird es in der Altstadt, wo es viele restaurierte Fassaden zu bewundern gibt.

Froh einen zentral gelegenen Parkplatz ergattert zu haben, werden wir von einem freundlichen Einheimischen darauf hingewiesen, dass sämtliche gelb markierten Parkplätze Anwohnern mit entsprechendem Ausweis vorbehalten sind. Das Risiko eine Parkkralle zu bekommen oder womöglich sogar abgeschleppt zu werden, wollen wir nicht eingehen. Wir haben Glück und finden kurz darauf einen weiß markierten Parkplatz mit Parkschein. Erfreulicherweise finden wir noch ein Zimmer im zentral in der Fußgängerzone gelegenen **Hotel Emonec. Das einfach ausgestattete Zimmer ist sauber und ruhig. Es gibt sogar einen eigenen Parkplatz, allerdings ist die Fußgängerzone nur morgens bis 09:30 h passierbar. Da man nachts fürs Parken nichts bezahlen muss, beschließen wir das Auto nicht mehr zu bewegen und beim späteren Abholen des Gepäcks noch einen weiteren Parkschein für die restliche Parkzeit zu lösen.

Das Hotel liegt sehr zentral, nur etwa 50 m vom Preseren-Platz entfernt. Auffällig ist die rosafarbene Fassade der barocken Franziskanerkirche, deren Innenraum üppig barockisiert und mit einer bunt freskierten Decke ausgestattet ist.

Preseren-Platz - Ljubijana
Ljubijana: Preseren-Platz mit Franziskanerkirche und "Drei Brücken"

Bevor wir über die berühmte Drei Brücken den Ljubljana überqueren, gönnen wir uns erst einmal eine Erfrischung im Cafe Cacao, das einladend direkt am Fluss liegt. Anschließend überqueren wir die mit klassizistischen Säulen und Steinkugeln venezianisch anmutende Brücke. Zunächst erreichen wir die Markthallen mit ihren überdachten Kolonnaden. Das Markttreiben ist zu dieser Stunde allerdings schon vorbei, lediglich ein paar Bars haben noch geöffnet. Gegenüber steht etwas eingezwängt der Dom.

Dom - Ljubijana
Dom

Bemerkenswert sind die bronzene Eingangstüren. Das Innere ist im verspielten Barock gestaltet. Die Decke ist ebenfalls freskiert. Schön ist auch die Kuppel durch deren Laterne Licht hineinfällt.

An Bischofspalast und Priesterseminar gehen wir vorbei und erreichen den Vodnik-Platz. Hier werden gerade die letzten Marktstände abgebaut. Dahinter zeigen sich die imposanten Drachen, die die Mauern der Zmajski most (Drachenbrücke) schmücken. Als nächstes erreichen wir das Rathaus. Linkerhand steht der schöne Barockbrunnen, der die Flüsse Sava, Krka und Ljubljana darstellt.

Drei Flüsse Brunnen in Ljubijana
Drei Flüsse Brunnen - im Hintergrund der Dom

Das Innere des Rathauses wir derzeit restauriert, ein italienisch bemalter Innenhof wurde bereits fertig gestellt. Ljubljana hat bis 2025 noch Großes vor, wie eine Ausstellung im Rathaus veranschaulicht. Geplant ist der Bau einer Reihe von ziemlich futuristisch aussehenden Gebäuden.

Wir schlendern noch ein wenig weiter durch die Altstadtgassen und entdecken neben schönen Fassaden viele individuelle Geschäfte und moderne Cafes. Das Stadtbild ist stark von Jugendstil und Klassizismus geprägt. Bei diesen sommerlichen Temperaturen findet das Leben draußen statt.

Bunte Häuserfassaden in Ljubijanas Altstadt
Bunte Häuserfassaden in Ljubijanas Altstadt

Zum Abschluss des Stadtrundgangs steigen wir zur Burg hinauf. Vom Aussichtsturm hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die im Hintergrund silhouettenhaft auftauchenden Gebirgsketten.

Blick von der Burg auf Ljubijanas Altstadt
Blick von der Burg auf Ljubijanas Altstadt

Ganzjährig finden hier oben Veranstaltungen statt, so wird am heutigen Tag beispielsweise die Open Air-Kinosaison eröffnet. In den Kasematten ist eine Kunstinstallation zu sehen.

Auf der Suche nach einem Restaurant müssen wir leider feststellen, dass das im aktuellen Merian-Reiseführer positiv erwähnte Restaurant nicht mehr betrieben wird. Alternativen gibt es natürlich zu Hauf. Mit dem etwas gehobeneren Vallas`Or am Stari Platz treffen wir eine gute Entscheidung. Sowohl der aufmerksame Service als auch das Essen mit ausgefallenen Kreationen wie Scampis mit Olivenöl-Eis sind ausgezeichnet und es wäre nicht verwunderlich, wenn man in Kürze einen Stern verliehen bekäme.

Nach dem Essen schlendern wir noch etwas durch die belebten Altstadtgässchen. In der Universitätsstadt herrscht reges Treiben. Rechts und links des Flusses und auch in den Seitenstraßen gibt es zahlreiche gut besuchte Cafes und Bars. Überall gibt es Stände, an denen Schmuck und Kunsthandwerk angeboten wird. Brücken, Kirchen und natürlich die Burg werden illuminiert.

Die ruhige Atmosphäre der Landeshauptstadt hat einen besonderen Reiz und gefällt uns sehr gut. zuruek

Freitag, 31.07.2009 Postojnska Jama - Lipica - Skocjanske Jama - Piran

Unser erstes Ziel ist heute die Adelsberger Grotte (Postojnska jama)***, die etwa 35 km von Ljubljana entfernt ist. 43 Prozent Sloweniens ist von Karst bedeckt. So wundert es nicht, dass es etwa 9.250 entdeckte Höhlen im Land gibt, die über Millionen von Jahren im wasserlöslichen und porösen Kalkstein entstanden sind. Eine der berühmtesten und wohl auch meistbesuchtesten ist die Postojnska jama. Hier ist man auf Massentourismus eingestellt. Wieder einmal wundern wir uns über die hohen Eintrittspreise (20 € pro Person), die in Slowenien aufgerufen werden. Zunächst steigt man in eine kleine, offene Elektrobahn ein. Diese bringt uns 2 km in die Höhle hinein. Kurz nach der Einfahrt sind die Felswände schwarz gefärbt. Im Reiseführer lesen wir, dass dies Folgen eines Brandanschlags sind. 1944 lagerten deutsche Besatzer hier Benzin. Einem Partisanentrupp gelang es unbemerkt in die Höhle zu gelangen und den Treibstoff anzuzünden. Auf der Fahrt ziehen bereits Tausende Stalagtiten, Stalagmiten und Tropfsteinsäulen an uns vorbei. Uns wird ein sagenhaftes Naturschauspiel in einer unglaublichen Vielfalt geboten.

Postojnska Jama - Adelsberger Grotte
Tropfsteine in der Postojnska Jama (Adelsberger Grotte)

Doch die Highlights kommen erst später. An der unterirdischen Bahnstation am Hohen Berg reiht man sich zunächst an der Sammelstelle entsprechend der gewünschten Sprache ein. Immerhin wird neben slowenisch auch italienisch, spanisch, französisch, englisch und deutsch angeboten. Nacheinander starten die Gruppen mit der Führung. Wir haben Glück, dass unsere als letztes startet, so bleiben wir vom Stimmengewirr anderer Sprachen verschont. Zu Fuß geht es weiter in die Höhle hinein. Die bedeutendsten Gebilde sind beispielsweise der mit etwa 16 m höchste Tropfstein, genannt Gigant, der silbrig schimmernde Brillant, die Große Kathedrale oder die Spaghettihöhle. Zum Abschluss erreicht man nach ca. 1,5 Stunden den gigantischen Konzertsaal. Aufgrund seiner guten Akustik finden hier tatsächlich auch Konzerte statt. Zurück geht es wieder mit der Bahn. Am Ende kann man noch einen Blick auf den unterirdischen Fluss werfen. Trotz der stetigen Wassertropfen ist der Boden nicht glitschig. Allerdings herrschen konstant 8 bis 10 Grad Celsius: auf warme Kleidung sollte man also nicht verzichten.

Mit etwa 20 km bekannter Gänge ist es die zweitgrößte Tropfsteinhöhle der Welt; etwa 5 km bekommt man im Rahmen der Führung zu sehen. Geschaffen wurde das Höhlensystem vom Fluss Pivka, der weitestgehend unterirdisch bis südwestlich von Ljubljana verläuft und dort als Ljubljanica an die Oberfläche kommt.

Nur 10 km von der Höhle entfernt liegt die Burg Predjama* (Vorhöhlenburg). Schon seit mehr als 700 Jahren thront sie wie ein Adlerhorst in einer 123 m hohen Felswand. Ausgestattet mit einer Zugbrücke und geschützt durch die Felsen galt sie als uneinnehmbar. Auf vier Stockwerken verteilen sich die Räume der Burg. Neben den üblichen Speise- und Gesellschaftsräumen, einer Küche mit offener Feuerstelle, einer kleinen Kapelle und vielen weiteren Räumen, gibt es auch eine Folterkammer. Teile der Burg wurden als Gefängnis genutzt. Die Besichtigung ist im Preis für die Tropfsteinhöhle Postojuska enthalten.

Burg Predjama
Burg Predjama

Von der Besichtigung der unter der Burg gelegenen 4stöckigen Höhle sehen wir ab und fahren weiter nach Lipica. Kaum jemand denkt bei der robusten Pferderasse der Lipizzaner an Slowenien. Im ehemaligen Hofgestüt der habsburgischen Monarchie werden seit über 400 Jahren die weltberühmten Pferde gezüchtet. Die Herde umfasst heute etwa 250 Pferde. Nach den Regeln der Spanischen Hofreitschule werden die Lipizzaner hier ausgebildet, bevor sie an die Hofreitschule in Wien oder an das italienische Gestüt Monte Rotondo gehen. Lipica ist inzwischen ein Fremdenverkehrszentrum.

Lipica - Lippizaner Pferde beim Grasen
Lipica: Lipizzaner auf einer Koppel

Fährt man zunächst an endlosen weißen Zäunen vorbei und sieht hier auch einige der edlen, weißen Pferde grasen, so erreicht man später einen großzügig angelegten Parkplatz. Rund um das Gestüt hat sich ein Touristenzentrum mit Hotelanlagen, Golf- und Tennisplatz angesiedelt. Für uns müssen wir feststellen, dass wir gar kein besonderes Interesse an einer Gestütsbesichtigung oder gar einer Vorführung der klassischen Reitschule haben. Mit diesem ersten Eindruck verlassen wir Lipica und fahren zu einer weiteren Höhle, der Skocjanske Jama.

UNESCO WeltkulturerbeObwohl diese bereits seit 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist diese Höhle von St. Kanzian*** weniger berühmt, aber nicht minder spektakulär. Auf einem etwa 1 km langen Weg durchwandert man die Höhle. Warme Kleidung ist bei einer konstanten Temperatur von 12 Grad Celsius ebenfalls angesagt, ebenfalls sollte festes Schuhwerk bei den zum Teil recht glitschigen Böden nicht fehlen. Zunächst werden wir auf einem 15minütigen Fußweg zum Eingang geführt. Der Einstieg erfolgt über einen Einsturztrichter und beginnt zunächst mit einem langen, schmal angelegten Schacht. Wir erreichen die sogenannte Stille Höhle. Auch hier haben sich Stalagtiten, Stalagmiten, Tropfsteinsäulen und Sinterbecken gebildet, die jedoch bei weitem nicht so spektakulär sind wie in der Postojnska Jama.

Sinterbecken in der Skocjanske Jama - Höhle von St. Kanzian
Sinterbecken in der Skocjanske Jama

Bemerkenswert ist der 120 m Länge und 30 m Höhe messende Große Saal mit seiner als Orgel bezeichneten Stalagtitenformation. Die Stille wird nun von einem leichten Rauschen gestört. Wenig später stehen wir in einer riesigen bis zu 120 m hohen Halle. Zu unseren Füssen rauscht der unterirdische Reka. Die Betrachtung dieses unterirdischen Canyons ist überwältigend. Hier lassen sich die Urgewalten erspüren. über Brücken und in Fels gehauene Steigen folgen wir dem Flussverlauf. An der gegenüberliegenden gewaltigen Felswand sind noch alte Treppenstufen der ersten Höhlenerschließung zu sehen. Bei Hochwasser füllt sich die Höhle viele Meter hoch. Am Ende der 1,5 stündigen Führung taucht die Reka in die Dunkelheit hinab und wir erreichen einen breiten Höhlenausgang.

Mit einer kleinen Seilbahn fahren wir wieder auf das Plateau. Hier sollte man den Blick von dem Aussichtspunkt nicht verpassen. Man blickt in eine tiefe Schlucht. Auf der gegenüber liegenden Seite liegt malerisch der kleine Ort Skocjan, überragt von einem kleinen Kirchturm.

Skocjanske Jama
Der Ort Skocjan über den Höhleneingang der Skocjanske Jama

Damit verlassen wir die Karst-Region und fahren weiter ans Meer. Slowenien hat nur etwa 45 km Küste zu bieten. Unser Ziel ist der kleine Ort Piran**, der pittoresk auf einer weit ins Meer ragenden Landzunge liegt und von drei Seiten vom Meer umspült wird. Ein wenig bekommen wir den Wochenendverkehr entlang der Küste zu spüren. An Portoroz, dem touristischen Zentrum mit entsprechenden Hotelhochburgen und einzigem Ort mit -wenn auch nur 1 km- Sandstrand fahren wir vorbei und erreichen die Landzunge. Parken im Innenstadtbereich ist ein großes Problem, doch für die Hotelsuche dürfen wir einfahren. Wir haben Glück und bekommen noch ein Zimmer mit Balkon zur Meerseite im Vier-Sterne-Hotel Piran. Dieses wird zwar den vier Sternen nicht wirklich gerecht, hat aber eine geniale Lage direkt an der Promenade.

Landzunge von Piran
Piran auf einer Landzunge an der slowenischen Adria

Das mediterrane Klima bekommen wir zu spüren, doch das Meer liegt direkt zu unseren Füssen und lädt zu einer Abkühlung ein. Die betonierte bis ans Wasser reichende Promenade finden wir zwar weniger schön, doch den meisten Sonnenanbetern scheint der harte Untergrund nicht zu stören. Wir ziehen unseren Balkon vor. Nach einer kurzen Rast erkunden wir etwas die Promenade und chillen in einer der vielen Strandbars. Von der Hotelterrasse geniessen wir beim Abendessen später die untergehende Sonne und beobachten anschließend vom Balkon aus das Promenieren. Aus einer Bar werden wir musikalisch unterhalten. zuruek

Samstag, 01.08.2009 Piran

Die Nacht war zum einen wegen der Musik, zum anderen aufgrund der rumorenden Klimaanlage nicht so erholsam. Dafür begrüßt uns strahlender Sonnenschein. An der Promenade sind schon die ersten Sportler aktiv. Trotz der Hitze machen wir uns zu einer Ortserkundung auf.

Piran hat nur 5.000 Einwohner in ist daher sehr überschaubar. Zunächst gehen wir an der schmalen Promenade entlang. Pastellfarbene Häuser mit teilweise abbröckelndem Putz reihen sich aneinander. Auf dem Beton haben sich bereits die ersten Badegäste niedergelassen.

Strandpromenade von Piran an der Adria
Strandpromenade von Piran an der slowenischen Adria

An der Spitze der Landzunge erreichen wir den steinernen Leuchtturm, an den sich direkt die Kirche Maria Gesundheit anschließend. Das Innere ist restaurierungsbedürftig, der Putz bröckelt bereits ab. Der Promenade weiter folgend sehen wir bereits das Ensemble der Georgskirche mit einer kleinen Taufkapelle und einem venezianisch anmutenden Glockenturm, der die Silhouette der Stadt prägt.

Georgskirche mit Taufkapelle und Glockenturm
Georgskirche mit Taufkapelle und Glockenturm

Vom frei stehenden Turm hat man einen fantastischen Blick über die ziegelroten Dächer von Piran. Auf der anderen Seite sind die gut erhaltenen Reste der Stadtmauer zu erkennen und man sieht sehr schön den Tartini-Platz und den kleinen Hafen. Auf den Glockenschlag, der viertelstündig die Zeit angibt, sollte man vorbereitet sein. Ein Moslem bittet uns, ihn zu fotografieren, während er nach Osten hin Allah lobt. Als nächstes steigen wir zur Stadtmauer hinauf; der Ausblick auf die Landzunge übertrifft den ersten noch.

Durch enge, verwinkelte Gässchen gelangen wir zum Hafen hinab. Linkerhand der Hafens folgen wir der Promenade weiter und erreichen nach ca. 1 km St. Bernardin und damit die ersten Ausläufer von Portoroz. Hier wurde eine großzügige Hotelanlage errichtet. Nach einer kleinen Stärkung gehen wir zurück nach Piran. Einen letzten Stopp legen wir am schön gepflasterten Tartini-Platz ein.

Tartini-Platz und Hafen vom Glockenturm betrachtet
Blick vom Glockenturm auf Tartini-Platz und Hafen

Der ovale Platz wird von bunten Patrizierhäusern und einem venezianischen Palast eingerahmt. An der Nordseite steht das prunkvolle klassizistische Rathaus. Mitten auf dem Platz ist ein Denkmal Giuseppe Tartini gewidmet. Der slowenische Komponist und Virtuose wurde 1692 hier geboren, sein Geburtshaus kann besichtigt werden.

Inzwischen macht uns die Hitze sehr zu schaffen. Wir ziehen uns zu einer Siesta auf unseren Balkon zurück. Ein kurzer Sprung ins Meer bringt leider keine nachhaltige Abkühlung - die Wassertemperatur beträgt 27 Grad Celsius. Am späten Nachmittag bummeln wir erneut durch das Städtchen mit seinem italienisch anmutenden Flair. Wir schauen noch in zwei Kirchen hinein und sehen uns das kleine Kloster mit Kreuzgang an, wo heute Abend ein Konzert gegeben wird. Langsam kehren die Yachten in den Hafen zurück.

Hafen von Piran
Hafen von Piran

Beim Abendessen im Restaurant Ivo (hier kann man ausgezeichnet Fisch essen) geniessen wir von der Promenade aus einen schönen Sonnengang. Mit der Dämmerung beginnt auch das Leben in der Stadt. Einige Bauwerke werden schön angestrahlt. Auf dem Tartini-Platz herrscht reges Treiben und die Straßencafes sind gut gefüllt. Vom Balkon aus verfolgen wir noch etwas das Geschehen auf der Promenade und betrachten die Lichter der gegenüber liegenden kroatischen Küste. zuruek

Sonntag, 02.08.2009 Hrastovlje - Triest - Grado

Heute verlassen wir den schönen Küstenort. Unser erstes Ziel ist der etwa 30 km entfernt liegende Ort Hrastovlje. Auf einem Hügel über dem Karstdorf thront die Wehrkirche Sventa Trojica***. Hohe Mauern umgeben dieses Kleinod mittelalterlicher Baukunst.

Hrastovlje
Hrastovlje - Wehrkirche Sventa Trojica

Bekannt ist die im 12. und 13. Jahrhundert erbaute gut erhaltene Kirche durch ihre phantastischen Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Der gesamte Innenraum der kleinen dreischiffigen Kirche ist freskiert. Abgebildet sind Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, die Dreifaltigkeit und die zwölf Apostel. Neben weiteren Abbildungen der Monate ist das berühmteste Fresko der sogenannte Totentanz an der Wand des rechten Seitenschiffes.

Totentanz - Hrastovlje
Fresken in der Wehrkirche Sventa Trojica: Totentanz

In einer Art Polonaise führt Gevatter Tod die Menschen, stellvertretend beispielsweise als Kind, Bauer, Königin oder Bischoff dargestellt, in sein Reich. Ganz gleich, welchen Stand ein Mensch im Leben inne hat - im Tod sind alle gleich.

Wir bleiben in der Karstregion in fahren zur etwa 15 km entfernt liegenden Burg Socerb, die auf einem über 300 m hohen steilen Felsen thront. Bemerkenswert ist der Panoramablick den man auf die Triester Bucht und das slowenische Istrien hat.

Burg Socreb bei Triest
Burg Socreb bei Triest

Leider herrschen bereits kurz nach 9:00 h Temperaturen von über 30 Grad Celsius, so dass wir von der empfohlenen 8 km langen Panoramawanderung Abstand nehmen. Damit verlassen wir Slowenien. Der westliche Teil der Landes hat uns mit seiner abwechslungsreichen Vielfalt sehr gut gefallen, den Osten heben wir uns für ein nächstes Mal auf. zuruek

Kurz darauf fahren wir über die italienische Grenze und erreichen nach weiteren 10 km die historisch geprägte Hafenstadt Triest*, die Hauptstadt des Friaul.
>> Fortsetzung Friaul & Südtirol

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