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Rom - Italiens Hauptstadt

Spaziergänge durch eine beeindruckende Stadt

Ein Wochenende im März 2001

 

UNESCO WeltkulturerbeVorbemerkung
Allgemeines UNESCO Welterbe Persönlichkeiten

Von der Lateranenkirche zum Kapitol

Lateranenkirche - Piazza del Colosseo - Forum Romanum - S. Pietro in Vincoli - Kapitol

Vom Palazzo Borghese zum Palazzo Farnese
Palazzo der Galleria Borghese - Spanische Treppe - Fontana di Trevi - Mark-Aurel Säule - Pantheon - Piazza della Minerva - Piazza Navona - Campo de fiori

Vatikan: Vatikan - Petersplatz - Petersdom - Vatikanische Museen



Von der Lateranenkirche zum Kapitol

Lateranenkirche Unseren ersten Rundgang beginnen wir an der Lateranenkirche (S. Giovanni in Laterano). Die „Mutter aller Kirchen“ war die erste und damit älteste christliche Taufkirche. Bis zum Exil der Päpste in Avignon war sie die Papstresidenz und ist auch heute noch die Titelkirche des Bischofs von Rom und somit ranghöchste Kirche der katholischen Christenheit. Von Außen sieht man nur die Fassade, denn die Kirche ist vom strengen Lateranenpalast, vom Kreuzgang und Baptisterium fest eingeschlossen.

In der Cappella della S. Seconda e S. Rufina, der alten Eingangshalle des Baptisteriums, ist ein kleines Apsismosaik erhalten.

Gegenüber in der S. Salvatore della Scala Santa liegt die Heilige Stiege (Scala Santa), wichtige Reliquie für alle Katholiken, denn darauf soll Christus im Haus des Pilatus emporgestiegen sein. Die Treppe wird von gläubigen Katholiken, begleitet von Gebeten, auf den Knien erklommen. Dieses Heiligtum, das aus 28 holzverkleideten Marmorstufen besteht, soll einst zum Haus des Pilatus gehört haben und von Helena nach Rom gebracht worden sein. Im Obergeschoss befindet sich die ehemalige Päpstliche Privatkapelle. Der Kreuzgang der Lateranenbasilika, ein kostbares Relikt des mittelalterlichen Rom, ist ein Meisterstück der Kosmatenkunst (1215-32). Davon, dass die Basilika bei einem Bombenanschlag 1993 schwer beschädigt wurde, ist nicht mehr viel zu sehen. Restauratoren machten sich sofort daran, diese wieder aufzubauen. Über die Via die S. Giovanni in Laterano geht es weiter zum Piazza del Colosseo.

Colloseum Das Kolosseum - ein kolossales, ovales Amphitheater - wurde von Kaiser Vespasian 72 n. Chr. mit 3 Arkadenschossen begonnen, Titus fügte das 4. Geschoss hinzu und ließ das Amphitheater im Jahre 80 mit 100 Tage dauernden Festspielen einweihen. 5000 Tiere und unzählige Gladiatoren wurden geopfert. Auch wurden, nachdem die Arena unter Wasser gesetzt wurde, ganze Seegefechte mit Schiffen durchgeführt. Der Bau ist 50m hoch, die größte Längsachse der Ellipse ist 188m lang. Auf den vier Rängen, die von 80 massiven Bögen getragen werden, fanden etwa 50.000 Zuschauer Platz.

Ebenfalls auf der Piazza del Colosseo: der Konstantinsbogen. Nach einem Sieg an der Milvischen Brücke (312 n. Chr.) widmete der Senat Kaiser Konstantin den dreitorigen Triumpfbogen neben dem Kolosseum. Zur Ausschmückung des Bogens wurden Reliefs älterer Denkmäler geplündert.

Forum RomanumDen Haupteingang des Forum Romanum erreicht man über die Via di Fori Imperali. Von außen betrachtet, mutet das Gelände am Fuß der Hügel Kapitol und Palatin ein wenig wie eine Müllgrube für Bauschutt an. Mauerstümpfe und weiße Marmorbrocken liegen mehr oder weniger systematisch verteilt herum. Auf sandiger Erde, zwischen Plattenresten, wächst Unkraut. Grüne Zypressen und angegriffene Marmorsäulen stechen aus den Trümmern hervor. Im 7. Jh. vor Chr. wurde das damalige Sumpfgebiet durch den gemauerten Abwasserkanal Cloaca Maxima (erste große Kläranlage der Antike) trockengelegt und war während der römischen Republik Zentrum von Politik, Religion, Handel und Rechtsprechung. Im 8. Jh. war das Gelände verlassen und wurde im 15. Jh. als Kuh- und Ziegenweide genutzt und später zugeschüttet. Erst im 18. Jh. wurde es wieder Stück für Stück ausgegraben.

Nächste Station ist die Kirche S. Pietro in Vincoli. Die kostbare Reliquie, die Ketten, mit denen Petrus im mamertinischen Kerker festgeschmiedet gewesen sein soll, hat ihren Platz unter dem Hochaltar. Sehenswert: Moses von Michelangelo (1513-1516), eines der Hauptwerke der Hochrenaissance. Moses als kraftvoll-majestätische Persönlichkeit, die drohend und verächtlich zugleich auf das Volk Israel blickt, wie es das goldene Kalb umtanzt. Lea und Rahel, die Frauen von Jacob, wurden zwar von Michelangelo begonnen, aber von seinem Schüler Raffael da Montelupo zu Ende gebracht.

Weiter geht es zum Kapitol. Einst religiöser Kern des antiken Rom und Schauplatz der Triumphzüge wurde das Kapitol nach dem Untergang des Römischen Reiches sich selbst überlassen und diente als Weidegebiet und für fliegende Märkte. Als erstes öffentliche Museum der Welt wurde das Kapitol 1471 von Papst Sixtus IV. errichtet. Im Jahre 1536 gestaltete Michelangelo den trapezförmigen Platz mit dem Sternenmuster, der vom Senatorenpalast, dem römischen Rathaus, dem Konservatorenpalast und dem Palazzo Nuovo gerahmt wird. Eine Rampentreppe führt zum Kapitolsplatz hinauf. Tiberinsel

Ganz in der Nähe: Fontana delle Tartarughe (Schildkrötenbrunnen) von Taddeo Landini (Spätrenaissance). Die bronzenen Schildkröten soll Bernini bei der Restaurierung 1658 eingebaut haben. Von hier aus lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Tiber und zur Tiberinsel. zurück


Vom Palazzo Borghese zum Palazzo Farnese

Der zweite Rundgang beginnt an dem Palazzo der Galleria Borghese. Nach siebzehnjähriger Restaurierung wurde das Prachtstück des Barock 1997 wiedereröffnet. Kardinal Scipione Borghese war einer der größten Kunstmäzene der Welt und zugleich Förderer Berninis. In seinem Lustschlösschen sind im Erdgeschoss Berninis Skulpturen „Daphne und Apoll“, „David“, „Raub der Prosepina“ sowie ferner die Schwägerin Napoleons, „Paolina Borghese", nackt auf einem Sofa liegend, zu sehen.

Durch die Gärten der Villa Borghese geht es weiter zur Piazza Barberini. Hier hat sich Bernini gleich zweimal verewigt. An der Ecke Via Venetto und Via Basilio sprudelt der Bienenbrunnen (Fontana della Api) Wappentiere der mächtigen Papstfamilie Barberini. Mitten auf der Piazza versprüht der elegante Tritonenbrunnen die Leichtigkeit des Seins.

TreppeNächstes Ziel ist die berühmte Spanische Treppe. Die beschwingten Balustraden unter der französischen Kirche Trinita di Monti sind das harmonische Ergebnis eines jahrzehntelangen Streits zwischen den Päpsten und der französischen Krone. Die Franzosen stifteten die Taler um den Aufgang zu ihrer Nationalkirche glanzvoll zu gestalten. Sonnenkönig Ludwig XIV. hätte sich am liebsten selbst auf der Piazza die Spagna ein Denkmal gesetzt. Die Päpste brachten schließlich ihre Version durch und ließen 1723 den eleganten Aufgang von Alessandra Specchi und Francesco de Sanctis schaffen.

Trevi BrunnenGanz in der Nähe in der Via Condotti (Roms teuerste und eleganteste Geschäftsstraße) liegt das Caffe Greco - das berühmtestes Kaffeehaus Roms. Es entstand 1760 und wird seitdem von den berühmtesten Gästen Roms besucht.

Das nächste Ziel ist die wohl berühmteste Wasserorgel Roms: der Fontana di Trevi von Nicola Salvi (1697-1751) nach Entwürfen von Bernini. Sie steht auf einem kleinen Platz, umgeben von sechsstöckigen Palazzi. Mit dem Bau schufen die Barockpäpste 1750 ein letztes großes Denkmal. Meeresgott Ozeanus braust mit zwei Pferden durch den Triumpfbogen heran.

Marc Aurel Wir überqueren die Via del Corso über die Piazza Colonna mit der Mark Aurel-Säule. Die Ehrensäule wurde in den Jahren 180-196 errichtet, um den Sieg des Kaisers über die Germanen (171-173) und die Sarmaten (174-175) zu feiern. Den Säulenschaft schmückt ein fortlaufender Relieffries, der sich in zwanzig Spiralen empor windet und Szenen aus den besagten Kriegen darstellt.

UNESCO WeltkulturerbeWeiter geht es zum Pantheon - dem besterhaltensten Bauwerk Roms. Der ursprüngliche, 27 vor Chr. geweihte Tempel brannte 110 n.Chr. ab. Zwischen 120 und 125 wurde dieser von Kaiser Hadrian neu errichtet. Der imposante Rundbau hat einen Durchmesser von 43,2 m und wird von einer 6,2 m dicken Mauer umgeben. Ein Zylinder mit einer Kuppel drauf – so einfach-genial ist die Konstruktion des Pantheons. Der riesige Innenraum erhält sein Licht einzig aus eine runde Öffnung in der Mittel der Kuppel (9m Durchmesser). Der Innenraum ist 43,2 m hoch. Die Marmorverkleidung des unteren Geschosses ist antik, die Stuckverkleidung des oberen Geschosses entstand 1747.
Außen ist dem Kuppelbau eine acht-säulige Tempelfront als Fassade vorgelegt, aus der Vorhalle führt eine mächtige zweiteilige Bronzetür in das Innere. Rafael fand hier seine letzte Ruhestätte.
Elefant
Hinter dem Pantheon befindet sich der Piazza della Minerva auf dem ein Elefanten-Obelisk steht. Der Elefant wurde 1667 nach einen Modell Berninis von E. Ferrara geschaffen und trägt einen altägyptischen Obelisken. Am Piazza della Minerva liegt auch die Kirche S. Maria sopra Minerva. Sie ist die einzige gotische Kirche Roms und wurde 1280 auf Fundamenten des Minveratempels gebaut. Links vom Altar steht der kraftvolle Christus von Michelangelo (1519-1521), der das Kreuz und der Marterwerkzeuge packt. Das bronzene Lendentuch wurde ihm erst später aufgeschweißt. Berühmt sind die Fresken Filippo Lippis (1488-1492) über Thomas von Aquin in der Capella Caraffa im rechten Querschiff.

Vierströme-BrunnenEiner der schönsten Plätze Roms, der Piazza Navona, ist unser nächstes Ziel. Hier kann man bei einer Tasse Kaffee den Blick über eine Barockkulisse schweifen lassen. Herzstück des Platzes ist der Fontana di Quattro Fiumi (Vier-Ströme-Brunnen) von Bernini. Auf der Felsengrotte, die von einem Obelisken gekrönt wird, sitzen die vier Flussgötter Donau, Nil, Ganges und Rio de la Plata. Letzterer nimmt eine so abwehrende Haltung ein, als befürchtete er den Einsturz der Kirche Sant’ Agnese in Agone gegenüber, die das Werk von Berninis Konkurrenten Francesco Borromini ist (allerdings wurde die Kirchenfassade erst zwei Jahre nach dem Vier-Ströme-Brunnen im Jahre 1652 erbaut). Auf der Piazza Navona befindet sich ein weiterer Brunnen, der „heitere Brunnen“ mit einem Wassergott.

Der Campo de´Fiori – der alte Blumenmarkt hat seinen Namen von einer blumigen Rinderwiese, die sich hier im Mittelalter befand. Vom volkstümlichen Campo de´Fiori sind es nur wenige Schritte zum eleganten Palazzo Farnese, wo die französische Botschaft residiert. Ein Blick in den 1546 von Michelangelo gestalteten Innenhof ist leider nur auf schriftlichen Antrag möglich. zurück


Vatikan UNESCO Weltkulturerbe

Der Vatikanstaat ist mit 44 Hektar Land der kleinste Staat der Welt und die letzte absolute Monarchie mit 600 Untertanen. Der Vatikan wurde erst nach der Rückkehr der Päpste aus dem Exil in Avignon (1309-1377) zu deren ständiger Residenz. Der Apostolische Palast ist gegenwärtig die päpstliche Residenz.

PetersplatzDer 1667 vollendete Petersplatz ist ein Meisterwerk (auch der optischen Illusion) Berninis. Der kreisförmig anmutende Platz ist in Wirklichkeit eine Ellipse und das flach wirkende Rechteck vor dem Dom ein vier Meter ansteigendes Trapez. Die halbkreisförmigen Kolonnadenkränze, mit 140 Heiligen bestückt, wirken wie einladende Arme. So erreichte Bernini sein Ziel: Michelangelos perfekte Kuppel, die hinter der missproportionierten Domfassade von Maderno fast verschwand, rückt wieder in den Mittelpunkt.
Petersdom
Der Petersdombedeckt 2 ½ mal die Fläche des Kölner Doms, misst 211m Länge und 132m Höhe. Das größte Gotteshaus der Welt kann 60.000 Menschen aufnehmen. 1506 beauftragte Papst Julius II. Donato Bramante mit dem Bau einer dreischiffigen Kathedrale anstelle der antiken Basilika, die Konstantin über dem Grab Petri errichtet hatte. In der 120-jährigen Baugeschichte brachten die besten Baumeister Italiens viele einander widersprechende Modelle ein: Bramante plante als Grundriss ein griechisches Kreuz mit einer mächtigen Kuppel, das auf Wunsch nachfolgender Päpste in ein langschenkeliges Kreuz verwandelt wurde. Tor Das Langhaus war noch nicht fertig, als Michelangelo 1546 Bramantes Ideen wieder aufnahm und eine große Kuppel nach dem Vorbild des florentinischen Doms begann. Papst Paul V. schwebte wiederum das längste Langhaus der Christenheit vor, und er beauftragte Carlo Maderna mit dem Anbau und der Fassade, die die Sicht auf die Kuppel einschränkt. Im Innern von St. Peter befindet sich in der ersten rechten Seitenkapelle die Pieta von Michelangelo (1972 wurde ihr die Nase von einem Geistesgestörten abgeschlagen, so dass sie jetzt hinter Panzerglas steht). Eine Marmortreppe vor dem Papstaltar führt zum Grab Petri, darüber wölbt sich der schwere Bronzebaldachin von Bernini. Zwei weitere Bernini-Werke stehen in der Apsis.

Der Haupteingang der vatikanischen Museen liegt am Viale del Vaticano, zu Fuß 10 Minuten vom Petersplatz entfernt. Der einzigartige Kunstparcours durch die 14 Museen mit 50.000 Objekten ist 7 km lang. Zur Besichtigung sollte man sich einen der angebotenen Rundgänge (1 ½ - 5 Stunden) aussuchen.

Die vier Stanzen (Zimmer) und Loggien Raffaels sind ein Höhepunkte der Renaissance-Malerei. Die dreizehn Arkaden der Loggien malte Raffael mit Szenen aus dem Alten Testament aus, nur ein einziges Fresko aus dem Neuen Testament. Schon bei seiner Entstehung (1541) macht das „Jüngste Gericht“, Michelangelos Spätwerk, an der Altarwand der Sixtinischen Kapelle im Vatikan Geschichte – Skandalgeschichte. Ein nackter Christus, der mit einer machtvollen Geste einen Strudel von ebenfalls nackten Heiligen, Auferstandenen und Verdammten um sich zieht, das war zu viel für die Zeit der Gegenreformation. Michelangelo und sein Schüler Daniele di Volterra mussten den Unzüchtigen Schleier um die edlen Teile malen. Als 453 Jahre später das Gerüst zum zweiten Mal fiel und das Werk in den alten Farben des Meisters erstrahlte, gab es keinen Skandal. Bei der delikaten Fragen, ob bei der Restaurierung die nachträglich aufgemalten Hüllen fallen sollten, hat sich der Vatikan mit einem „Jein“ aus der Affäre gezogen: Die Lendenschürze, die Daniele di Volterra den Heiligen verpasste, sollen als kunsthistorisches Zeugnis bleiben, 17 der insgesamt 40 Schamtüchlein, die spätere Puristen auftrugen, haben die Restauratoren jedoch abgewaschen. Die Scala Regia (Königliche Treppe) wurde von Bernini gestaltet und verbindet die Sixtinische Kapelle sowie die Vatikanischen Paläste mit der Peterskirche. zurück


Allgemeines


Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und nicht auf sieben Hügeln. Erst als Rom Mitte des 4. Jh. v. Chr. die sogenannte Servianische Mauer errichtet, umschließt sie tatsächlich ein Gebiet mit sieben Hügeln: Kapitol (Monte Capitolino) mit seinen zwei Gipfeln (Arx und Capitolium, 50 m), Palatin (Monte Palatino, 51 m), Aventin (Monte Aventino, 47 m), Quirinal (Monte Quirinale, 61 m), Viminal (MonteViminale, 60 m), Esquilin (Monte Esquilino, 65 m) und Caelius (Monte Celio, 50 m). Rund 500 Jahre später erweiterte Kaiser Aurelian das Stadtgebiet um die Hügel Pincius (Monte Pincio, 54 m) und Teile des langgestreckten Janiculum (Monte Gianicolo, 82 m), jenseits des Tibers. 847 kamen ebenfalls die Wiesen von der Engelsburg bis zum Vaticanus (Monte Vaticano, 70 m) hinzu. Heute gehören zum engeren Stadtgebiet von Rom noch der Monte Parioli (59 m), der Monte Antenne (64 m) sowie auf der anderen Seite des Tibers der Monte Mario (139 m) und der Monte Testaccio (49 m). zurück


UNESCO Welterbe


1980 bzw. 1990 wurde das Historische Zentrum von Rom, die Basilika St. Paul vor den Mauern und Vatikanstadt zum Welterbe erklärt.

Romulus und Remus sind die mythischen Stammväter der Römer. Ihre Eltern sind Mars und Rhea Silva. Romulus und Remus wurden zunächst von einer Wölfin gesäugt und später von der Göttin Acca Larentia aufgezogen.

Romulus, erster König Roms, nachdem er seinen Bruder erschlagen hatte, erschien nach seinem Tod dem Julius Proculus, gab dem Anweisungen und stieg wieder in den Himmel auf. Nicht zuletzt wegen dieser Begebenheit erfuhr er bald göttliche Verehrung, in der VIII. Region Roms errichtete man ihm einen Tempel wo er unter dem Namen Quirinus verehrt wurde. Nach dieser Legende wurde Rom 753 v.Ch. gegründet und wurde Zentrum der Römischen Republik; in der Zeit des Römischen Reiches auch Zentrum des Christentums im 4. Jh. Historisches Zentrum von Rom, Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom und Vatikanstadt das Pantheon, das bedeutendste Bauwerk auf dem Marsfeld aus der Zeit Hadrians und viele andere Bauwerke, welche in zwei Etappen in die Liste aufgenommen wurden.
Quelle: www.unesco.dezurück

Persönlichkeiten

Raffael und Michelangelo – die beiden größten Genies der Renaissance in Rom hatten offenbar ein eigenartiges Verhältnis zueinander. Der acht Jahre jüngere Raffael scheint den unsteten, aber ungleich schöpferischeren Michelangelo verehrt und bewundert zu haben. Rom lag Raffael zu Füßen. Michelangelo aber scheint ihn als Nebenbuhler empfunden und schroff zurückgewiesen zu haben. Doch erzählt man sich, als Raffael mit 37 Jahren starb und mit großen Ehren im Pantheon beigesetzt wurde, sei ganz am Schluss dem Trauerzug eine in einen dunklen zerrissenen Mantel verhüllte Gestalt verzweifelt und gebeugt gefolgt - Michelangelo.

Michelangelo (1475 – 1564)
In Rom lassen sich einige der maßgeblichen Etappen des künstlerischen Schaffens Michelangelos nachvollziehen. In der Peterskirche kann man seine Pieta bewundern, die er als 25-Jähriger schuf; in der Sixtinischen Kapelle malte er im Alter von 33-37 Jahren das Gewölbe mit Fresken aus, im Alter fertigte er, wiederum in der Sixtinischen Kapelle, das Fresko mit dem Jüngsten Gericht an. In seinen letzten Jahren arbeitete er an der Neugestaltung der Peterskirche. Die Apsiden stammen größtenteils von ihm. Als er mit 89 Jahren starb, ließ er jedoch die Kuppel unvollendet.

Gian Lorenzo Bernini (1598-1680)
Bernini hat das Stadtbild Roms im 17. Jh. entscheidend geprägt. Er hat 8 Päpsten gedient und als Baumeister Rom wie kein Zweiter gestaltet. Er gilt ebenfalls als unübertroffener Bildhauer des römischen Barock. Zu seinen ersten Werken zählen der „David“ und „Daphne und Apoll“ (die Blätter sind so filigran, dass -wie Restauratoren berichteten- sie bei leichter Berührung wie Kristall klirren), die heute im Museo Borghese ausgestellt sind. In diesen beiden Skulpturen hat er die Figuren in einer dramatisch-dynamischen Haltung erfasst. Von ihm bearbeiteter Marmor wirkt, als wäre im Leben eingehaucht worden.

Francesco Borromini (1599-1667)
Bernini und Borromini hassten einander zutiefst – und haben doch eine heitere barocke Bühne der "Ewigen Stadt" prächtig miteinander inszeniert. Borromini integrierte bis zu seinem tragischen Freitod gegen das Glücks kind Bernini, dem Ruhm, Reichtum und Frauen in den Schoß zu fallen schienen. zurück

Letzte Aktualisierung: Juni 2004 - © Anke Schlingemann und Detlef Hälker

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