Frankreich-Rundreise Juni / Juli 2003 - Teil 2

Burgund – Franche-Comte –Auvergne –
Midi-Pyrenäen – Languedoc-Roussilion – Elsaß
Figueres – Spanien

Frankreich-Karte
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Burgund

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Elsaß

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Franche-Comté

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Languedoc-
Roussilion

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Midi Pyrenäen

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Spanien

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Sonntag, 06.07.2003 Grotte des Demoiselles*** - Vallee de la Vis*

Nach einem ausgiebigen Frühstück lassen wir den Tag heute etwas ruhiger angehen und geniessen einige Sonnenstunden am Hotelpool.

Erst nachmittags brechen wir auf, um die 9 km östlich von Ganges gelegene Grotte des Demoiselles*** zu besichtigen. Bereits 1770 wurde die Höhle entdeckt, ein nach außen offener Schacht auf dem Plateau de Thaurac. Dieser riesige Schlund regte die Phantasie einiger Bauern der Gegend an, die in ihm ein Reich der Feen (demoiselles) sahen.

Die natürliche Öffnung des Schachtes erreicht man über eine Seilbahn. Bereits der erste Eindruck in der Grotte ist überwältigend. Die Felswände und Decken sind mit vielfältigen, riesigen Sinterbildungen bedeckt. Der zentrale Teil der Höhe ist der auch als "Kathedrale" bezeichnete Saal, der 120m lang, 80m breit und 50m hoch ist. Einige der vielen Stalagtiten- Säulen messen bis zu 20m Höhe. Aus den Formationen meint man eine Vielzahl von Gebilden zu erkennen -unzählige Köpfe scheinen auf einen herabzublicken. Auf einem Sockel aus weißem Kalzit scheint eine Madonna mit Jesuskind erkennbar; auch ein imposantes Orgelgehäuse ist zu identifizieren. Am Ende der einstündigen und leider nur französischsprachigen Tour werden wir vom Guide noch mit einer kleinen musikalischen Darbietung überrascht. Mit leichtem Klopfen auf kleinere Stalagtiten, entlockt er diesen xylophonartige Geräusche.

Diese unglaublich imposante Höhle gehört unserer Meinung nach mit zu den beeindruckendsten Erscheinungen, die die Natur zu bieten hat.

Im Anschluss an die Besichtigung fahren wir noch ein Stück ins Vallee de la Vis*, eine Schlucht, durch die der kleine Fluss Vis fließt. Hohe Felswände umsäumen die grünen Hänge. Auf der Suche nach einem gemütlichen Restaurant landen wir schließlich in le Vigan in einer allerhöchstens mittelmäßigen Pizzeria, doch für heute tut es das auch. Den Abend lassen wir mit einem Wein im Hotel ausklingen. zurueck

 

Montag, 07.07.2003 Vallee de l'Herault* - Cirque des Navacelles***

Auch heute genießen wir erst noch die Sonne am Hotelpool, bevor wir unsere Aktivitäten starten. Mittags fahren wir Richtung Ganges (eine kleine unscheinbare Industriestadt) und mieten uns ein Kanu. Relativ ungeübt wie wir sind buchen wir die 9 km lange Familientour.

Der l'Herault ist stellenweise sehr niedrig und hat auf dieser Strecke kleinere Stromschnellen. Die ersten Strömungen meistern wir sehr dilettantisch (hätte ein Stein das Kanu nicht gestoppt, wären wir gekentert), danach gelingt es uns jedoch (dank einer vorbildlichen Brems-/Lenktechnik) sehr viel besser.

Die Fahrt führt durch die Gorges de l'Herault*, eine breite und dafür weniger spektakuläre Schlucht. Ziemlich nass, aber mit einer rekordverdächtigen Zeit von 1 3/4h (angesetzt waren 2 1/2h) erreichen wir den Zielort. Ein Kleinbus bringt uns wieder zurück zu unserem Auto.

Angesichts des noch jungen Tages fahren wir noch zum Cirque de Navacelles***, eine 13km lange Strecke durch die Vis-Schlucht. Von Blandas aus erreichen wir den 613m hoch gelegenen Belvedere, der einen wunderbaren Blick auf die tief eingeschnittene, ehemalige Flussschleife mit fast vertikal aufsteigenden Wänden gewährt. An der Stelle, wo die Vis das Flussbett verlassen hat, hat sich das kleine Dorf Navacelles angesiedelt, der frühere Flussverlauf ist von hier oben sehr gut zu erkennen.

Cirque des Navacelles
Cirque des Navacelles

In Navacelles führt eine hübsche, einbogige Brücke über die Vis, zufällig können wir von hier aus einem Filmteam beim Dreh (eine Art Tarzanfilm) zugucken.

Zurück fahren wir über la Baume-Auriol. Von der gegenüberliegenden Seite der Schlucht genießen wir bei einem Glas kühlen Weißwein den Blick in den Talkessel und suchen uns anschließend einen schönen Picknick-Platz. zurueck

Dienstag, 08.07.2003 Mont Aigoual*** - Grotte Aven Armand*** - Chaos de Montpellier- le-Vieux***

Unsere letzten Urlaubstage verbringen wir im Parc National des Cevennes. Wir beginnen den Tag mit einer Fahrt zum Mont Aigoual*** (1.567m). Auf dem Gipfel gibt es eine Wetterstation, eine interessante Ausstellung informiert (leider wieder nur auf Französisch) über die Erstellung von Wettervorhersagen. Der Blick vom Aussichtsturm ist mangels klarer Sicht heute nicht so spektakulär.

In Meyrueis beziehen wir in einem ehemaligen Kloster (Chateau d'Ayres) unser Quartier für die nächsten zwei Nächte. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer zur Grotte Aven Armand***.

Aven Armand
Aven Armand

Die Besichtigung der Höhle, die quasi nur aus einer einzigen großen Halle (60 x 100m; 45m hoch) besteht, ist Atem beraubend. Wie ein versteinert wirkender Wald ragen 400 Stalagmiten mit erstaunlichen Formen in die Höhe. Am Ansatz haben sie einen Durchmesser von bis zu 3m und sind bis zu 25m hoch. Nicht zuletzt verleiht die gut durchdachte Beleuchtung dem "Traum aus Tausendundeiner Nacht" einen märchenhaften Glanz. Erneut vermag man Hunderte von Formationen entdecken. Ein beeindruckendes Erlebnis, wir finden die Höhle sogar noch sehenswerter als die Grotte des Demoiselles.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt wie eine große verfallene Stadt aus Steinen das Chaos de Montpellier-le-Vieux*** - eine Ansammlung von Felsen. Trotz des recht saftigen Eintrittspreises entschließen wir uns zu einer Wanderung, auf der sich uns die einzelnen Felsformationen erschliessen. Auch wenn wir uns bei einigen Felsen schwer tun, die Namens gebende Formen zu erkennen, ist die Besichtigung dennoch sehr reizvoll. Von zwei Aussichtspunkten erhalten wir einen schönen Gesamteindruck der Anlage.

Caos de Montpellier
Chaos de Montpellier-le-Vieux

Abends nehmen wir noch ein kühles Bad im Hotel- Pool und genießen das Abendessen im Hotelpark. zurueck

Mittwoch, 09.07.2003 Gorges du Tarn***

Eigentlich haben wir vom Kurvenfahren schon genug, aber die Gorges du Tarn*** lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir beginnen die Tour durch die 50 km lange Schlucht durch eine faszinierende Landschaft in Florac. Die alte gotische Brücke über den Tarn kurz vor dem Ort Quezac sehen wir uns aus der Nähe an.

Der Tarn windet sich durch sein Flussbett und wird gesäumt von bis zu 600m hohen Steilhängen - eine Kanu-Tour ist hier sicher sehr lohnenswert. An den Hängen sind häufig Burgruinen zu erkennen. Die teilweise in den Fels gehauene Straße führt durch einige kleine, idyllisch gelegene Dörfer und bietet eine Reihe schöner Aussichtspunkte. Kleine Tunnel durchbrechen den Fels, der an einigen Stellen schroff über die Fahrbahn herausragt.

Gorges du Tarn
Gorges du Tarn

Das reizvoll gelegene Chateau de la Caze* lädt uns zu einer Rast ein. Auf der Restaurant-Terrasse mit Blick auf den Tarn genießen wir ein kühles Glas Weißwein und können uns gut vorstellen, hier ein romantisches Wochenende zu verbringen.

Les Detroits heißt die schmalste Stelle der Schlucht, zu der wir herunterlaufen und stellen unten angekommen fest, dass der Blick von oben spektakulärer ist.

Der 11km lange Cirque des Baumes** beginnt ab Les Vignes. Dieser lohnenswerte Abstecher gibt wunderschöne Blicke auf die Schlucht frei; vom Point Sublime*** aus kann man das Tal sehr schön überblicken - für uns ein idealer Picknickplatz.

Den letzten richtigen Urlaubstag lassen wir mit einem Wein im Hotel-Park ausklingen. zurueck

Donnerstag, 10.07.2003 Saverne

Auch der eindrucksvollste Urlaub neigt sich einmal dem Ende zu. Da wir das Wochenende in Koblenz verbringen werden, müssen wir heute schon den größten Teil der Strecke zurücklegen. Als Tagesziel haben wir den kleinen Ort Saverne im Elsaß ausgesucht. Nach nicht enden wollender Fahrerei erreichen wir unser Ziel. Ein kleiner Stadtrundgang lässt uns die Empfehlung der Geo Saison als eines von Frankreichs charmantesten Städtchen noch nicht nachvollziehen. Mit typisch elsässischer Küche und einem Riesling beenden wir den Abend. zurueck

 

Freitag, 11.07.2003 Saverne – Koblenz

Saverne
Saverne

Etwas gerädert (das zentral gelegene Hotel war zu laut) suchen wir uns ein kleines Frühstücks-Cafe mit Blick auf das Schloss Rohan. Das Renaissance-Schloss, in dem eine Jugendherberge und eine Grundschule untergebracht ist, ist für die kleine Stadt etwas überdimensioniert. In der Fußgängerzone können wir ein paar schöne Beispiele elsässischer Fachwerkbauten entdecken. An der Klosterkirche laufen wir beim ersten Mal vorbei, um bei der Besichtigung festzustellen, dass diese nicht unbedingt sehenswert ist. Schön sind ein paar alte Freskenmalereien im Kreuzgang - eine Restaurierung des Kreuzgangs scheint uns dringend erforderlich. Den ersten Eindruck des Vorabends finden wir bestätigt. Unser Interesse weckt jedoch noch eine Schleuse des Rhein-Marne-Kanals, hier sehen wir zwei Frachtern zu, wie sie in Maßarbeit die Schleuse bedienen.

Lohnenswert ist allerdings der Abstecher zum Chateau de Haut-Barr, eine Burgruine, die in 470m Höhe über die Stadt ragt und einen schönen Blick auf die Rheinebene gewährt.

Mit diesem Blick beenden wir unseren Frankreich-Urlaub und reisen weiter nach Koblenz, wo wir noch ein Weinsensorik-Seminar absolvieren. zurueck

Jura Auvergne PyrenäenUnser Reisebegleiter war „Der grüne Reiseführer“, erschienen im Michelin Reise-Verlag, die es u.a. von folgenden Regionen gibt:
- Burgund – Französischer Jura
- Auvergne – Perigord
- Pyrenäen – Roussilion – Gorges du Tarn

Das im Reisebericht verwendete *-System wurde hieraus übernommen:
*** ist eine Reise Wert
** verdient einen Umweg
* besonders sehenswert

1000 places to see before you die1000 Places to see before you die ist der ultimative Begleiter für alle, die gerne reisen und Neues entdecken. 1000 der schönsten Ziele rund um den Globus werden hier ganz spannend vorgestellt. Neben den vielen traumhaften und bekannten Sehenswürdigkeiten auf jedem Kontinent gibt es auch eine Fülle von Geheimtipps. Aber auch besondere Hotels und Restaurants, schöne Museen und Veranstaltungen sind dabei!
Burgund, Vezelay, Albi, Carcassonne zählen zu den auserwählten Plätzen.