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Dienstag 24.12.2013: Granada - San Jorge - Isla de Ometepe - Santo Domingo (ca. 80 km)

Heute verlassen wir die schöne Kolonialstadt Granada wieder. Unser nächstes Ziel ist die Insel Ometepe. So fahren wir weiter auf der Panamericana nach Süden. Wieder einmal werden wir von der Polizei angehalten. Diesmal haben wir offensichtlich an einer Stelle überholt, wo dies nicht erlaubt war. Erfreulicherweise gibt man sich mit einem Blick in unsere Papiere zufrieden und wir können unsere Fahrt fortsetzen.

Von San Jorge / Rivas gibt es eine Fähre über den Nicaraguasee zur Insel Ometepe. Im Hafen gibt es erfreulicherweise Helfer, die uns bei den Formalitäten behilflich sind. Unser Gutschein wird nicht ohne weiteres akzeptiert, so dass wir erneut unsere Kontaktperson anrufen müssen. Doch auch diesmal wird die Angelegenheit geklärt. So müssen wir nur noch die Steuern bezahlen und werden in den weiteren Ablauf eingewiesen. In der Ferne sehen wir die Fähre, die sich langsam nähert. Das Bild, das sich uns bietet ist leider wenig Vertrauen erweckend. Die schon etwas in die Jahre gekommene Fähre scheint völlig überladen. Die Autos stehen dicht an dicht und sogar ein Lkw (mit Seilen befestigt) ist auf dem Schiff. Zusätzlich stehen überall Menschen.

Fähre zur Insel Ometepe
Fähre zur Insel Ometepe

Nachdem die Fähre entladen wurde, stürmen zunächst die Fußgänger das Schiff. Das Einparken der Autos nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch, denn jeder Millimeter wird ausgenutzt. Mit über einer halben Stunde Verspätung und einem unguten Gefühl legen wir ab. Einen der wenigen Sitzplätze im Innenraum konnten wir leider nicht mehr ergattern, so müssen wir an der Reling gestehen. Wir sind erstaunt, was für einen Wellengang es auf dem Binnensee gibt. So werden wir schön durchgeschaukelt und das ein oder andere Mal nass gespritzt. Immerhin scheint die Sonne und wir können den Ausblick auf die Insel genießen. Die Überfahrt überstehen wir Auto problemlos und legen nach etwa einer Stunde Fahrt im Fährhafen von Moyogalpa an.

Auf der Vulkaninsel Ometepe leben 30.000 Einwohner. Die Insel wird von den beiden Vulkanen Conception (1.610 m) und Maderas (1.340 m) gebildet und hat die Form einer „8“. Eine Landbrücke aus herabgeflossener Lava verbindet die beiden Vulkane miteinander. Der vulkanische Boden ist außerordentlich fruchtbar. Insbesondere werden hier Bananen angebaut, aber auch andere Pflanzen wie beispielsweise Mais, Sesam, Zuckerrohr und Tabak.

Vulkan Conception Insel Ometepe
Vulkan Conception

Das gebuchte Hotel liegt im Ostteil der Insel. Eine scheinbar gut ausgebaute Straße führt um den Vulkan Concepcion herum. Wir entscheiden uns für die südliche Strecke und erreichen nach knapp 30 km Santo Domingo. Das Hotel Villa Paraiso gehört zu den besseren der Insel und hat einen eigenen kleinen Sandstrand. Unsere Hütte ist zweckmäßig eingerichtet und es gibt eine kleine Terrasse mit Schaukelstühlen und einer Hängematte und direkten Blick auf den See. zurueck

Nachmittags gehen wir zu den Quellen El Ojo de Agua, die auf der Finca Tilgue, ca. einen Kilometer nördlich von Santo Domingo liegen. Hier gibt es eine Badegelegenheit, die aus den Quellen gespeist wird.

Lagune El Ojo de Aqua - Insel Ometepe
Lagune El Ojo de Aqua - Insel Ometepe

Die Anlage ist leider wenig gepflegt. Von den Wanderwegen, die es hier geben soll, ist nichts zu erkennen. Kaum angekommen, gibt es einen heftigen Platzregen. Nach fünf Minuten hat sich der Regen wieder verzogen und es zieht erneut die Sonne auf.

Zurück im Hotel erfreuen wir uns am Ausblick von unserer Terrasse. Auf der Ostseite der Insel scheint es permanent zu winden. Durch das aufgewühlte Wasser hat man das Gefühl am Meer zu sein.

Am heutigen Heiligen Abend hatten wir gehofft, angemessen speisen zu können. Im Hotelrestaurant gibt es aber leider nur mittelmäßige Essensqualität, dafür aber immerhin sehr passable Cocktails. zurueck

 

Mittwoch 25.12.2013: Santo Domingo - Naturreservat Charco Verde

Nachdem es zum Sonnenaufgang relativ wolkenfrei war, ist der Himmel eine Stunde später schon wieder wolkenverhangen.

Auf der Südseite des Vulkans Maderas gibt es den San Ramon Wasserfall, der angeblich über eine dreistündige Wanderung zu erreichen ist. Unseren Ausflug brechen wir allerdings ab als wir die befestigte Straße verlassen und erneut durch unwegsames Gelände fahren müssen. Von Erfahrungen dieser Art haben wir inzwischen genug und sind nicht scharf darauf, erneut eine Reifenpanne oder womöglich wieder Probleme mit dem Unterboden zu bekommen. Außerdem lassen erfahrungsgemäß die Qualität der Straßen auch auf die Qualität des Wanderweges bzw. dessen Ausschilderung schließen.

So fahren wir zum südlich des Vulkan Concepcion gelegenen Naturreservat Charco Verde. Hier erleben wir eine sehr positive Überraschung. Zum einen scheint das Wetter im Süden der Insel besser zu sein, zum anderen gibt es hier gut ausgebaute Wanderwege, die um die Lagune Verde herumführen. Von einem Aussichtspunkt haben wir einen traumhaften Blick auf die kleine Lagune.

Naturreservat Charco Verde
Lagune im Naturreservat Charco Verde

Hier können wir auch einige Affen beobachten, die durch die Bäume klettern und es gibt einige Vögel. Doch auch hier sind wir von einem Platzregen nicht gefeit. Es gibt zwei zwar kleine, aber sehr schöne Strände mit schwarzem Lavasand. Die knapp zweistündige Wanderung durch das Naturreservat gefällt uns ausgesprochen gut.

Nachdem wir an der Finca noch etwas den Strand genossen haben, fahren wir weiter nach Moyogalpa. Am heutigen 1. Weihnachtstag ist die Stadt bei weitem nicht so lebhaft wie bei unserer Ankunft, fast alles ist geschlossen. Nachdem wir uns in einer Pizzeria ausgezeichnet gestärkt haben wollen wir über die Ostseite des Vulkan Concepcion zurückfahren. Leider verlässt uns schon bald die geteerte Straße und wir müssen unerwartet fast 10 km über zum Teil sehr unwegsame Strecken fahren. Genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten. Auf der Karte im Reiseführer war die Straße als gut ausgebaut eingezeichnet. Erfreulicherweise meistern wir die Strecke ohne weitere Komplikationen.

Im Osten der Insel ist es immer noch ziemlich zugezogen und immer wieder gibt es einen Schauer. Den restlichen Tag verbringen wir in der Hotelanlage. Auf dieser Inselseite scheint permanent ein Wind zu wehen und heute ist es leider sehr bewölkt. zurueck

 

Donnerstag 26.12.2013: Insel Ometepe - San Jorge - San Juan del Sur (ca. 60 km)

Die Wolken haben sich verzogen, doch der konstante Wind ist geblieben. Unsere Fähre fährt erst mittags, so dass wir noch einige Stunden am schönen Hotelstrand verbringen. Der Vulkan Macera ist beinahe wolkenfrei.

Nachdem wir die Tickets für die Fährüberfahrt organisiert haben, was diesmal etwas stressfreier abläuft, laufen wir noch etwas durch Moyogalpa, wo es heute wieder lebhafter ist.

Der 2. Weihnachtstag ist in Nicaragua kein Feiertag. Die ankommende Fähre ist gut gefüllt, diesmal wird ein ganzer Reisebus transportiert. Erfreulicherweise ist die Fährüberfahrt zurück zum Festland weniger voll. Wir bekommen einen Sitzplatz auf dem Oberdeck und haben einen schönen Blick auf die relativ wolkenfreie Insel. Es ist auch nicht so schaukelig wie auf der Hinfahrt. Von San Jorge aus fahren wir wieder auf die Panamericana in Richtung Süden. zurueck

San Juan del Sur

Am frühen Nachmittag erreichen wir San Juan del Sur. Das Hotel Colonial liegt zentral, eine Parallelstraße vom Strand entfernt, lässt aber an Komfort und freundlichem (englischsprachigem) Service zu wünschen übrig.

Das ehemalige Fischerdorf San Juan del Sur (15.000 Einwohner) liegt an der Pazifikküste an einer großen geschwungenen Sandbucht. Das an der Einmündung des 190 km langen Rio San Juan gelegene Städtchen stellte zu Zeiten des Goldrauschs um 1848 eine wichtige Verbindung zur Karibikküste dar, so gab es von Greytown an der Karibikküste eine Dampfschiffverbindung über den Rio San Juan und dem Nicaragua See.

Nachdem wir uns in einem der vielen Lokale an der Strandpromenade erfrischt haben, schlendern wir nachmittags den breiten Sandstrand entlang. Einige kleine Boote liegen in der Bucht vor Anker. Neben einigen Fischerbooten scheinen dies insbesondere die Boote einiger Ausländer zu sein, die sich hier ihre Feriendomizile gekauft haben.

Bucht von San Juan del Sur
Bucht von San Juan del Sur

Die langgezogene Bucht wird von einer Hügelkette eingerahmt. Eine Jesusfigur an einer imposanten Stelle überragt die Bucht. Unsere Suche nach einem Touranbieter, um eine Segel- oder Katamarantour zu buchen bzw. ins La Flor Naturschutzgebiet zu fahren, ist leider nicht von Erfolg gekrönt.

An der Südseite des Strandes liegt das im Südstaaten-Stil erbaute Hotel Victoriano, eines der besseren des Ortes. Im Reiseführer wird ebenfalls das dazugehörige Restaurant als eines der besten hervorgehoben. Auf der sehr gepflegten Anlage ist allerdings nicht viel los, so dass wir unseren Sun-Downer lieber in einem Lokal an der Strandpromenade einnehmen. Einen wirklichen Sunset können wir allerdings nicht genießen, da die Sonne bereits vorher hinter einem Felsen verschwindet. Im Restaurant El Timón an der Strandpromenade speisen wir in lebhafter Gesellschaft. Zudem gibt es am heutigen Donnerstag Live-Musik. zurueck

 

Freitag 27.12.2013: San Juan del Sur - Playa del Coco

Morgens ist es noch etwas bewölkt. Wir fahren zum 18 km südlich von San Juan del Sur gelegenen Playa El Coco, von wo es auch einen Zugang zum Naturschutzgebiet Vida Silvestre La Flor gibt. Der Strand ist nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen, laut Reiseführer sind hierfür allerdings trotz einiger Flussüberquerungen keine Allrad-Fahrzeuge erforderlich. Dies können wir erfreulicherweise bestätigen, denn der Untergrund besteht weitestgehend aus festgefahrenem Sand. Spitze Steine bleiben uns erspart, lediglich auf einige ausgewaschene Schlaglöcher ist zu achten.

Im Hotel Parque Maritimo el Coco erkundigen wir uns nach Touren ins Naturschutzgebiet. Diese werden hier ebenfalls nur nachts durchgeführt, da das Naturschutzgebiet Vida Silvestre La Flor im Wesentlichen die oliven Bastardschildkröten, die zwischen Juli und Januar nachts zur Eierablage hierherkommt, schützt. Allerdings wurden in den letzten Nächten lediglich vereinzelt Tiere gesehen.

Das Hotel liegt direkt am schönen, langgezogenen Strand Playa El Coco. Wir suchen uns einen schönen Platz in einem Liegestuhl am feinen Sandstrand und genießen das paradiesische Fleckchen Erde. Die seichten Wellen des Pazifik und der leichte Zugang über den Sandstrand laden zu einer Abkühlung ein. Bei einer angenehmen Wassertemperatur von etwa 25° Celsius genießen wir das Wellenbad. Nur wenige Touristen führt es zu diesem fantastischen Ort. Die zum Hotel gehörende Strandbar versorgt uns mit Erfrischungen. Die Bucht lädt zudem zu einem Strandspaziergang ein.

San Juan del Sur - Playa del Coco
San Juan del Sur - Playa del Coco

Am späten Nachmittag fahren wir zurück nach San Juan del Sur und machen noch einen Abstecher zum Mirador El Jesus. Von hier oben haben wir einen wundervollen Blick über die Buch von San Juan del Sur und die Küstenlinie und können einen wunderschönen Sunset genießen.

Abends zieht es uns wieder an die Strandpromenade. Heute speisen wir in einer Pizzeria und genießen später in einem Liegestuhl des Restaurants El Timon begleitet vom konstanten Wellenrauschen einen Cocktail. zurueck

 

Samstag 28.12.2013: San Juan del Sur - Playa Ocotal

Der gestrige Strandtag hat uns so gut gefallen, dass er einer Wiederholung bedarf. Unsere Aktivitäten bezüglich einer Katamaran- oder Bootstour haben wir inzwischen aufgegeben. Diese touristische Einnahmequelle hat man hier noch nicht wirklich entdeckt, so dass es nur ein äußerst spärliches Angebot gibt. Auf dem Wasser haben wir bislang kaum Boote gesehen und wenn, dann waren es Bootes zum Hochseefischen, ein Sport, den insbesondere die US-Amerikaner lieben.

Heute wollen wir die nördlichen Strände erkunden, die ebenfalls nur über unbefestigte aber gut befahrbare Straßen erreichbar sind. Einer der schönsten Strände ist der Playa Ocotal. Eines der wenigen Luxus-Resorts in Nicaragua, das Hotel Morgan’s Rock, liegt hier. Mit nur 15 Bungalows und Übernachtungspreise ab 420 USD eine sehr elitäre Anlage. Entsprechend ist diese nur mit einer Reservierung und somit für uns nicht zugänglich.

Der öffentliche zugängliche Strand ist jedoch ebenfalls nicht zu verachten. Die kleine Bucht wird von schroffen Felsformationen eingerahmt. Offensichtlich haben sich hier einige Aussteiger niedergelassen. Erfreulicherweise gibt es eine kleine Strandbar, in der wir uns zwei Liegestühle ausleihen können. Wir sichern uns einen der wenigen Schattenplätze unter einem Baum und genießen das Strandleben. Ein Wellenbad im Pazifik ist immer wieder für eine Abkühlung gut. Einige Surfer versuchen sich mit Wellenreiten, angesichts der nicht besonders hohen Wellen ein sehr kurzes Vergnügen. Ansonsten haben nicht viele dieses paradiesische Fleckchen für sich entdeckt. Die kleine Strandbar versorgt uns mit Erfrischungen und bietet Snacks und sanitäre Einrichtungen an.

Playa Ocotal
Playa Ocotal

Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg. Zum Sun-Downer legen wir noch einen Stopp am Playa Marsella ein. Der erste der nördlichen Strände ist weitaus stärker frequentiert und wird gerne von Quad-Bikes befahren. Ein ruhiges Relaxen am Strand ist hier weniger möglich, doch für einen Sunset-Cocktail ganz nett.

Abends besuchen wir das am nördlichen Strandende von San Juan del Sur gelegene Restaurant Bambu Beach Club und genießen leckere Fischgerichte. zurueck

Sonntag 29.12.2013: San Juan del Sur - Laguna de Apoyo - Chocoyero-El Brujo Naturreservat - Managua (ca. 160 km)

Langsam nähert sich unser Urlaub dem Ende entgegen. Auf der Rückfahrt nach Managua legen wir noch einen Stopp am Mirador de Catarina ein. Von diesem etwa acht Kilometer südöstlich von Masaya gelegenen Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick auf die Laguna de Apoyo im Vulkankrater Apoyo.

Lagune de Apoyo
Lagune de Apoyo

Die kleine Lagune mit einem Durchmesser von etwa sechs Kilometer ist bis zu 200 m tief. Leider ist es heute etwas diesig. Dennoch lässt sich sehr gut der Vulkan Mombacho sowie der Nicaragua See und Granada sehen. zurueck

Chocoyero-El Brujo Naturreservat

Unser nächstes Ziel ist das Chocoyero-El Brujo Naturreservat. Erneut müssen wir eine sieben Kilometer lange unbefestigte Straße fahren, doch der Zustand ist unbedenklich. In dem privaten Reservat gibt es einige kleine, gut ausgebaute Wanderwege, die z.B. zu einem Wasserfall führen. Geführte Touren gibt es allerdings nicht in Englisch. Das Naturreservat bietet einen schönen Eindruck der Vegetation. Die nistenden Chocoyos bekommen wir zwar nicht zu Gesicht, dafür aber ein großes Rudel von Brüllaffen, die munter durch die Baumwipfel klettern. Ein letztes Mal fahren wir in diesem Urlaub auf einer unbefestigten Straße, bevor wir uns weiter Managua nähern.

Brüllaffe
Brüllaffe

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Südwestlich von Managua bei Ticuantepe liegt der Nationalzoo. Da wir in unserem Urlaub wenig Glück hatten, viele wild lebende Tiere zu sehen, statten wir dem Zoo einen Besuch ab. Der Zoo beherbergt über 600 Tierarten und insbesondere die hier heimischen Arten wir Puma, Ameisenbär, Tapir, Krokodil, Leguan sowie Affen und über 250 Vogelarten. Hier sehen wir die wunderschönen bunten Aras und Tukane mit ihrem großen Schnabel. Es gibt sogar Bengalische Tiger und Löwen. Ein schöner Abschluss für unseren Urlaub.

Tukane im Nationalzoo von Managua
Tukane im Nationalzoo von Managua

Nun geht es nach Managua. Das Best Western Hotel Las Mercedes liegt direkt gegenüber dem internationalen Flughafen. Nachdem wir eingecheckt haben geben wir zunächst den Mietwagen zurück. Die Mietwagenabgabe erfolgt problemlos.

Das Best Western Hotel entspricht dem üblichen amerikanischen Standard und ist nur aufgrund der Lage direkt am Flughafen zu empfehlen, wenn man am folgenden Tag früh abfliegt. zurueck

 

Sonntag 30.12.2013: Abflug von Managua nach Stuttgart

Der Rückflug über Atlanta geht bereits um 8:40h. Zu Fuß überqueren wir die Panamericana und checken für unseren Delta Airline Flug ein. zurueck

 

Fazit

Entgegen unseren Erwartungen ist der Tourismus, der immerhin 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, steckt in Nicaragua noch in den Kinderschuhen. Insbesondere das schlechte Kartenmaterial und fehlende Ausschilderungen machen es Selbstfahrern schwer, die Ziele zu finden. Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut, doch abseits der Hauptstrecken benötigt man ein möglichst geländetaugliches Allradfahrzeug, da viele Wege vom Regen ausgewaschen und extrem steinig sind.

Für eine Selbstfahrertour, wie wir sie gemacht haben, sind eigentlich Spanisch-Kenntnisse notwendig, da nur wenige Nicas Englisch sprechen. Selbst in einigen Hotels verstehen die Angestellten nicht ein Wort Englisch. Dies liegt insbesondere daran, dass das Schulsystem in Nicaragua immer noch extrem schlecht ist. In dem armen Land gibt es kaum Schulbücher, so dass die Bildung hier sehr rückständig ist.

Leider sind auch die Natur-Sehenswürdigkeiten nur bedingt erschlossen. Die wenigen Wanderwege gehören meist zu privat geführten Naturreservaten und sind selbst hier nicht immer gut ausgebaut. Anders als in Costa Rica, wo wir einige geführte Touren gemacht haben, gibt es dieses Angebot in Nicaragua so gut wie gar nicht und wenn, dann nicht zu Zeiten, wo es auch Chancen gibt, wild lebende Tiere und Vögel zu sehen.

Das Reisen in Nicaragua ist aber dennoch angenehm und wir haben uns sicher gefühlt. Die Menschen sind überaus freundlich, hilfsbereit und ehrlich. Abgesehen von der Hauptstadt Managua gibt es im Land kaum Kriminalität. Es gilt als das sicherste Reiseland Mittelamerikas. Uns war es teilweise zu viel der Sicherheit, denn in regelmäßigen Abständen waren Polizeiposten an den Hauptstraßen positioniert. Auch war es keine Seltenheit, dass private Anlagen mit Sicherheitspersonal geschützt wurde. Aus unserer Sicht waren die Wachposten, die teilweise mit Maschinengewehren ausgestattet waren, überdimensioniert.

Trotz der Armut ist auch hier die Zivilisation angekommen. Hatten wir noch Bedenken, unser technisches Equipment mitzunehmen, ist der Anblick von Jugendlichen, die mittels Handy im Internet surfen, hier keine Seltenheit. Die meisten Hotels und Restaurants verfügen über einen kostenlosen Internetzugang.

Die Reise, die in Deutschland von Miller Reisen (www.miller-reisen.de) bzw. Explorer angeboten wird, arbeitet vor Ort mit dem Veranstalter Solentiname Tours zusammen. Die Tour war gut zusammengestellt und bot eine Rundreise zu den wichtigsten Zielen in Nicaragua. Mit der Durchführung waren wir sehr zufrieden. Wir hatten zu jeder Zeit einen deutschsprachigen Ansprechpartner und selbst kurzfristige Reiseänderungen stellten kein Problem dar.

Abgesehen von einigen „Abenteuern“ haben wir einen wunderschönen Urlaub verlebt. Auch wenn es keine wirklichen atemberaubenden Naturwunder zu erleben gibt, so hat das Land doch eine wunderschöne vielfältige Natur zu bieten. zurueck

 

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Reiseführer

Reiseinfos

Leider gibt es wenig Reiseliteratur speziell zu Nicaragua. Der aktuellste Reiseführer ist "Nicaragua - Ein Land mit Herz: veaverde-Reiseführer", der einen sehr guten Überblick gibt. Backpackers sind auf jeden Fall besser mit einem Lonely Planet Reiseführer bedient.

Wir haben die Reise in einem Explorer Reisebüro gebucht. Veranstalter der Reise war Miller Reisen (www.miller-reisen.de). Vor Ort wurde die Reise von Solentinametours
www.solentinametours.com
durchgeführt. Wir hatten vor Ort ein sehr kompetenten deutschsprachige Kontaktperson, die uns in allen Belangen schnell und zufriedenstellend unterstützt hat.